Brittnauer Lawinenopfer

«Ihr hattet keine Chancen, wir hatten einfach Glück» – Freunde nehmen an Abdankung Abschied

In Brittnau fand am Freitag über Mittag die Abdankungsfeier für die vier verunglückten Skitourenfahrer statt. In den Kondolenzbüchern nehmen die überlebenden Kameraden mit ergreifenden Worten Abschied.

"Lieber Werner, lieber Bruno, lieber Peter, lieber Aschi", schreiben die Überlebenden im Abschiedsbrief an ihre verstorbenen Kameraden, die letzte Woche im Tirol ums Leben gekommen sind und zitieren unter anderem aus dem Volkslied "Bergvagabunden":

"Wenn wir erklimmen sonnige Höhen, streben dem Gipfelkreuz zu, in unseren Herzen brennt eine Sehnsucht, die lässt uns nimmermehr in Ruh."

Weiter steht in den aufliegenden Kondolenzbüchern der reformierten Kirche Brittnau, aus denen "Blick" und "Schweizer Illustrierte" zitieren konnten, was den Überlebenden zur konkreten Gefahr am Berg durch den Kopf ging:

"Bei aller Vorsicht, mit der unser Bergführer waltete, glaubten wir nie, dass das unsere Gruppe betreffen könnte."

"Nun hat das Schicksal am Jochgrubenkopf im Schmirntal/Tirol unsere Spuren ausgelöscht. Ihr hattet keine Chancen, wir hatten einfach Glück."

Hunderte trauern um Lawinenopfer

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Grosse Anteilnahme an der Gedenkfeier für die vier Männer, die in der Lawine in Tirol ums Leben gekommen sind.

Die die drei überlebenden Freunde verabschieden sich mit den Worten:

"Als tolle, hilfsbereite und liebenswürdige Kameraden bleibt ihr in unseren Herzen. Wir werden euch nie vergessen."

Über Freitagmittag nahmen Freunde, Verwandte und Gemeindevertreter an der öffentlichen Abdankung in der reformierten Kirche Brittnau Abschied von den Lawinenopfern. (roc/ran)

Deshalb löste sich die Lawine im Tirol

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Zwei Tage nach dem Lawinen-Drama sind die Ermittlungen schon weit. Durch die Befragung der Überlebenden weiss man nun, wie es zur Tragödie kam.

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