«Frau Leuthard sie wurden mit 188 von 207 Stimmen gewählt – 11 sollen allerdings Bundesratskollegen Ueli Maurer gewählt haben. Was denken Sie, von wem kommen diese Stimmen?», fragte Viktor Giacobbo den «hohen Gast» aus Bern. «Ich habe im Laufe der Jahre sicher einige verrückt gemacht», konterte die Bundespräsidentin in spe, «aber wenn Ueli Maurer Freude daran hat, ist das super.»

«Ja wir auch, uns geht das gleich. Mit dem verrückt machen, mit dem freuen – und mit Ueli Maurer», zog Giacobbo den Vergleich zu den letzten neun Jahren der beliebten SRF-Sendung, in der neben unzähligen anderen Politikern auch der SVP-Bundesrat das Ziel zahlloser Parodien war.

Und auch in der letzten Sendung sparten die TV-Satiriker nicht mit bissigen Pointen: «Welche Ausbildung benötigt es eigentlich als Bundesrat? Gibt es da eine besondere Anforderung?», wollte der Komiker Giacobbo wissen. Leuthard verneinte – wollte jedoch wissen, wie das denn als Komiker sei. «Man muss nur wissen, wann man aufhören sollte», gab Giacobbo schlagfertig wie eh und je zurück.

Auch über die Kompetenzen der Bundespräsidentin wurde diskutiert: So erzählte Leuthard, dass sie auch mitbestimmen dürfe, in welches Restaurant der Bundesrat essen gehe. «Wir laufen wie ganz normale ins Restaurant, essen dort ganz normal, was es auf der Karte gibt», erzählte die Medienministerin mit ironischem Unterton.

Natürlich waren nicht nur Doris Leuthard oder Ueli Maurer die Zielscheiben der Sprüche vom Duo Giacobbo/Müller – so wurde die Bundespräsidentin in spe auch gefragt, «welche Rede sie denn am Tag der Kranken halten will», als eine Anspielung auf die letztjährige Rede von Johann Schneider-Ammann, welche sogar Barack Obama zum Lachen gebracht hat.

Nastücher und Wein

«Wie geht man mit politischen Niederlagen um?», wollte Komiker Giacobbo wissen, mit Hinweis zu den verloren Abstimmungen um die Autobahn-Vignette und Zweitwohnungsinitiative. «Natürlich ist man da zuerst traurig, vielleicht braucht es Nastücher, Wein oder Freunde», antwortete Leuthard salopp.

In voller Länge: Die letzte Sendung «Giacobbo/Müller»

Auch Leuthards Kleidungsstil wurde noch diskutiert: «Sie sind ja sehr modebewusst. Setzen Sie das auch bewusst ein? Etwa bei Staatsbesuchen oder bei Tunneleröffnungen…», als Anspielung an das Löcher-Dress, welche die Bundesrätin an der Gottharderöffnung trug. Leuthard erwiderte: «Ich eröffne jedes Jahr ein paar Löcher, da dachte ich, warum nicht?»

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Das «Loch-Kleid»: Das sagt Doris Leuthard dazu (Juni 2016)

Die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels war ein grosser Tag für die Schweiz. Besonders jedoch für die Bundesrätin und Verkehrsministerin Doris Leuthard. Neben ihrem emotionalen Statement gab vor allem ihre löchrige Kleidung zu reden. 

Doris Leuthard im «Gotthard-Look»:

Trotz all der humoristischen Wortgefechte gab es am Ende auch noch eine versöhnliche Stimmung: «Ich wollte euch beiden Danke sagen für die politische Satire.» Zudem appellierte sie, dass man sich unbedingt um einen Nachfolger kümmern sollte.

Alle wollen Bundespräsidentin Leuthard gratulieren

Alle wollen Bundespräsidentin Leuthard gratulieren

Bern - 07.12.16 - Doris Leuthard wurde am Mittwoch zum zweiten Mal zur Bundespräsidentin gewählt. Nach der Wahl schüttelte die frischgebackene Bundespräsidentin bei einem Aargauer Apéro Hände im Akkord. Unter den Gratulanten: Ihr Ehemann Roland Hausin, der Aargauer Regierungsrat, Parlamentarier aller Fraktionen sowie alte Weggefährten und Freunde.

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Die besten Momente aus der Sendung «TalkTäglich» im Zusammenschnitt. Schauen Sie bis zum Schluss – es gibt eine Pointe. (7.12.2016)