In der Politik brauche es die Jungen. Aber die Gesellschaft könne es sich nicht leisten, auf das Wissen und die Erfahrung der älteren zu verzichten, sagte Charly Suter, Vorstandsmitglied der «SP Aargau 60+» am Samstag an der Jahresversammlung. Der Vorstand der «SP Aargau 60+» kündete schon am Parteitag im Januar an, dass die Seniorinnen und Senioren bei den Nationalratswahlen mit einer eigenen Liste antreten wollen.

Die Liste soll das Engagement der älteren Mitglieder, «die unglaublich viel für unser Zusammenleben leisten, öffentlich machen und deren Potenzial nutzen», heisst es in der Mitteilung. Zudem soll die Seniorenliste dazu beitragen, dass die SP Aargau «mindestens den dritten Nationalratssitz, den sie vor vier Jahren verpasst hat, wieder zurückholt».


Die Mitgliederversammlung hat dem Antrag für eine eigene Liste einstimmig zugestimmt und auch die vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten einstimmig nominiert. Gabriela Suter, Präsidentin der SP Aargau, dankte den Seniorinnen und Senioren am Samstag für die Unterstützung mit der separaten Liste. Aktuell stehen 14 Namen auf der Liste; zwei Plätze müssten noch bereinigt werden (bei den Angaben in Klammern handelt es sich um ehemalige Ämter):

  • Markus Bäni, Gemeinderat, Uerkheim
  • Martin Christen (Grossrat), Turgi
  • Maria Clavuot-Brutschy (Bankrätin AKB), Rheinfelden
  • Christoph Grathwohl (Einwohnerrat und Schulpfleger), Aarau
  • Marianne Grauwiler, Präsidentin SP Kaiseraugust, Kaiseraugst
  • Hanspeter Hubmann, Energiekommission, Schneisingen
  • Elsbeth Kaufmann-Tanner (Gross- und Gemeinderätin), Schöftland
  • Peter Koller, Grossrat und Präsident Schulpflege, Rheinfelden
  • Margrit Kuhn (Grossrätin), Anglikon
  • Pia Müller (Gross- und Einwohnerrätin), Wettingen
  • Marie-Louise Nussbaumer Marty (Gross- und Gemeinderätin), Obersiggenthal
  • Hans Jürg Podzorski, Steuerkommission, Aarau
  • Hansjürg Rohner, Vorstand SP Bezirk Aarau, Suhr
  • Gisela Sommer (Grossrätin), Wettingen

Vorletzte Woche präsentierte auch SVP-Nationalrat Maximilian Reimann «seine» Seniorenliste. Derzeit kandidieren drei Männer und drei Frauen für das «Team 65+» (die AZ berichtete). Es sollen aber noch eine Frau und ein Mann dazukommen und dann jede Kandidatur zweimal aufgeführt werden. Wo sich Liste dereinst angliedern wird, liess Reimann noch offen. Sollte es wieder eine bürgerliche Listenverbindung zwischen SVP, FDP und CVP geben, wäre das der «ideale Ort».