Seit dem ersten Schneefall im Aargau können es Gross und Klein kaum erwarten, bis die Skilifte in der Region ihren Betrieb aufnehmen. Auf dem Rotberg in Villigen etwa dürfte es dieses Wochenende klappen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Saisonstart am Skilift Rotberg

Saisonstart am Skilift Rotberg

«Es hat am Mittwoch ordentlich geschneit», erklärt Roger Meier vom Skilift Rotberg gegenüber der az. «Am Donnerstag waren die Verhältnisse eigentlich sehr gut, doch dann haben uns die Sonne und die warmen Temperaturen einen Strich durch die Rechnung gemacht.» Auf plus 2 Grad kletterte das Quecksilber am Rotberg und setzte dem Schnee so sehr zu, dass eine Eröffnung des Skiliftbetriebs vorerst in die Ferne rückte. Doch am Freitag war es auch in Villigen richtig kalt und die Betreiber des Skilifts haben entschieden, am Samstag loszulegen.

Meier rechnet mit einem regelrechten Run auf den Skilift. «Letztes Jahr parkierten die Autos auf einer Länge von 2,5 Kilometern», erinnert er sich lachend. Doch für diese Saison hat der Skiliftbetreiber vorgesorgt und beim Kanton eine Sonderbewilligung eingeholt, die es den Besuchern gestattet, entlang der sonst gesperrten Strasse zum Skilift zu parkieren.

Spass im Schnee: Die Aargauer pilgern in Scharen auf den Horben und Rotberg

Spass im Schnee: Die Aargauer pilgern in Scharen auf den Horben und Rotberg (Januar 2016)

Präparation mit dem Traktor

Roger Meier ist nicht der einzige Skiliftbetreiber der Region, der eine Eröffnung des Winterbetriebs ins Auge fasst. Auch beim Skilift Föhrlimatt in Wegenstetten ist man zuversichtlich, dass es in diesem Winter wieder klappt. «Im letzten Jahr hatte es gar nie genügend Schnee, um die Piste zu präparieren», erinnert sich Stefan Schreiber, Präsident der Skilift-Kommission.

Pistenpräparation in Wegenstetten. (6.1.2017)

Pistenpräparation in Wegenstetten.

Umso grösser ist nun die Freude, dass es dieses Jahr besser aussieht. Wobei: Sicher ist noch nichts. Bei einer Begehung am Freitagnachmittag zeigt sich, dass zwar Schnee liegt, aber an vielen Stellen noch die Grashalme zu sehen sind. «Stand jetzt würde es nicht reichen», sagt Schreiber. Trotzdem macht sich ein Helfer daran, mit Traktor und Ackerwalze die Piste vorzubereiten.

Die Staffelegg im winterlichen Weiss.

Die Staffelegg im winterlichen Weiss.

Schlittelbahn hat offen

«Das Ziel ist es, das Gras anzudrücken. Durch das Walzen erwärmt sich der Schnee ausserdem leicht. Das lässt ihn kompakter werden», erklärt Schreiber. Sollte es in den kommenden Stunden und Tagen noch einmal schneien, so könnte die 300 Meter lange Piste dann definitiv präpariert werden. «Es fehlen nur wenige Zentimeter Schnee und laut Wetterbericht sollte ja noch mehr kommen», hofft Schreiber. «Derzeit sieht es so aus, als ob wir am Mittwoch aufmachen könnten.»

Bei den drei Teams, die sich im Winter um den Betrieb des Skilifts kümmern, laufen die Vorbereitungen denn auch schon. So wird sichergestellt, dass das Personal für die Skihütte bereit ist und eine Verpflegung angeboten werden kann. Am Samstag haben die Hütte und die Schlittelbahn erstmals in diesem Winter offen.

Auf dem Asp reicht es nicht

Schreiber erinnert sich an den Winter vor zwei Jahren. Damals konnten die Wegenstetter ihren Lift über zwei Wochen lang laufen lassen. Die Piste liegt an einem schattigen Hang, «hier schmilzt der Schnee nicht so schnell. Das kommt uns entgegen», sagt er. «Gerade bei so tiefen Temperaturen wie jetzt braucht es nicht viel Schnee für die Piste. Wir sind deshalb zuversichtlich.»

Nicht in Betrieb sind dieses Wochenende die Skilifte in Asp, auf dem Horben im Freiamt sowie in Bottenwil.