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Hinter den Kulissen: Am 5. Juli 1993 zeigte «10vor10» dieses Porträt von DJ Bobo.

SRF Archiv

Damals im Aargau
Der tanzende Discjockey: Als DJ Bobo durchstartete, «obwohl die Fachpresse seinen Kommerz wenig goutierte»

Dieses Jahr wird DJ Bobo mit seinen Hits im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Seine grössten Erfolge sind bald 30 Jahre her – ein Blick zurück auf die Anfänge.

Simone Morger
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«Ich bin so happy», sagt DJ Bobo. Er steht in einer Garderobe, weisse Jacke, lange Haare. Er strahlt, wirkt jünger als die 25 Jahre, die er war in diesem Sommer 1993. Grund glücklich zu sein hatte Bobo damals genug. Mit «Somebody Dance With Me» landete er einen Hit, schaffte endlich den Durchbruch, startete eine Welttournee.

Die Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens begleitete den gebürtigen Kölliker hinter die Kulissen eines Auftritts in Emmen und zeigte ihn bei den Choreografie-Proben mit seiner «Rhythm Society». Denn: «Die Zeiten sind vorbei, als DJs nur Platten auflegten», so die Sprecherin aus dem Off.

Doch «so happy» machten Bobo in diesem Moment seine Fans:

«Die machen das alles ohne Drogen und ohne nichts. Die trinken vielleicht ein Bier, aber sonst sind das die ganz normalen, fröhlichen Leute von der Strasse.»

Der Durchbruch ist bald 30 Jahre her. Nächstes Jahr will DJ Bobo alias René Baumann zur Jubiläums-Tournee ausholen, so verspricht er es jedenfalls auf seiner Website.

Als «King of Dance» bei Vox

Vorher werden er und sein Werk im deutschen Fernsehen zu sehen und zu hören sein. Und zwar in der Sendung «Sing meinen Song» auf Vox neben den deutschen Musikern Ian Hooper, Joris, Nura, Gentleman und der Schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann. Als «King of Dance» bezeichnet Vox Bobo und lobt, er habe die 90er massgeblich geprägt mit seiner Musik.

Und das, «obwohl die Schweizer Fachpresse seine Kommerz-Musik wenig goutierte», wie es in dem TV-Beitrag aus dem Jahr 1993 heisst.