Corona-Pandemie
Projekt soll Aargauer und Solothurner Lernende aus Gastronomie und Hotellerie unterstützen

Die Gastronomie und Hotellerie sind von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie massiv betroffen. Dies wirkt sich auch auf die Ausbildung von Lernenden aus. Deshalb haben die Kantone Aargau und Solothurn zusammen mit dem Branchenverband GastroAargau ein Projekt lanciert.

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Wie bereitet man Fisch zu?

Wie bereitet man Fisch zu?

zvg

Die Lernenden im Bereich der Gastronomie und Hotellerie sind aufgrund des derzeitigen Lockdowns von erheblichen Ausbildungslücken betroffen. Aus diesem Grund wurde am 15. Februar 2021 an verschiedenen Standorten in den Kantonen Aargau und Solothurn ein «innert kürzester Zeit auf die Beine gestelltes» Projekt lanciert, um diesen Defiziten entgegenzuwirken. Das Projekt wurde am Montag den Medien vorgestellt.

Die Angebote werden in teils geschlossenen Gastronomiebetrieben umgesetzt:

  • Zweitägiger Intensiv-Vorbereitungskurs für Lernende, welche 2021 zum Qualifikationsverfahren antreten werden
  • Praxis-Tage für Lernende aus dem ersten bzw. den ersten beiden Lehrjahren

Unterstützt werden Lernende in den zwei- und dreijährigen Berufsausbildungen der Restauration, der Küche, der Hotellerie und der Hotel-Kommunikation.

Bartraining im Casino Baden.

Bartraining im Casino Baden.

zvg

Intensivtraining und Qualifikations-Trainingstage

Die Betriebsverantwortlichen an den Schulungsorten haben Schulungsprogramme entwickelt, die aus einer Mischung aus dem Programm der überbetrieblichen Kurse, Prüfungsvorbereitung und Berufsschulunterricht bestehen. Nebenbei sollen den Lernenden aber auch andere Themen vermittelt werden, wie zum Beispiel Lebensmittel räuchern, Brot backen oder die Pralinenherstellung.

Nebst dem Intensivtraining für alle Lernenden in den Koch- und Restaurantberufen werden im März zusätzlich Qualifikationsverfahren-Trainingstage angeboten. Prüfungsexpertinnen und
-experten coachen die Lernenden aus den Abschlussklassen, geben Tipps und Hinweise. Diese Kurse finden im GastroBildungsZentrum GBZ in Lenzburg und im Bildungszentrum Gastro Solothurn in Olten statt – da, wo Lernende auch ihr Qualifikationsverfahren abhalten werden.

Auch Lernende der Nicht-Abschlussjahre werden unterstützt. Dabei liegt der Fokus primär darauf, Bildungslücken im Sinne einer zusätzlichen Grundlagenvermittlung zu schliessen. Damit soll bewirkt werden, dass zumindest in den Folgejahren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie nicht mehr spürbar sind.

Geplant sind ungefähr 2'000 Personenausbildungstage. Die Kosten dafür werden vom Bund, den beiden Kantonen sowie dem Branchenverband GastroAargau getragen. Für Betriebe und Lernende ist das Angebot somit kostenlos. (mgt)