Schneebedeckter Berg

Aargauer Wanderer stürzt am Pilatus in den Tod

(Symbolbild)

Ein Wanderer, der im Aargau arbeitet, verunfallte am Wochenende am Pilatus. Nun wurde er von der Rega bei einem Suchflug gefunden.

(Symbolbild)

Ein 42-jähriger Mann ist am Sonntag am Pilatus im Kanton Nidwalden beim Wandern abgestürzt und getötet worden. Die Rega fand die Leiche am Montag bei einem Suchflug. Zuvor war der Mann von seinem Arbeitgeber im Aargau als vermisst gemeldet worden.

Ein 42-jähriger Mann ist wohl am Sonntag am Pilatus in Nidwalden beim Wandern abgestürzt und getötet worden. Die Rega fand die Leiche am Montag bei einem Suchflug. Angehörige hatten die Unglücksstelle mit dem Ortungsdienst des Mobiltelefons des Opfers ausfindig gemacht.

Der Mann wurde am Montag gegen 17 Uhr im Gebiet Treichen in der Nähe der Steinbockhütte an der Nordflanke des Pilatus tot aufgefunden, wie die Nidwaldner Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Sie geht von einem Unfall am Sonntagnachmittag aus.

Der Mann war laut Behördenangaben alleine unterwegs gewesen. Eine Drittwirkung könne ausgeschlossen werden, heisst es in der Mitteilung. Zur Zeit habe im Absturzgebiet Schnee gelegen.

Der in Deutschland lebende Verunfallte stammt aus Ungarn und arbeitete im Kanton Aargau. Am Montagmorgen meldete der Arbeitgeber bei der Polizei den Mann als vermisst. Angehörige eruierten mit Hilfe eines Computerprogramms den Standort des Verunfallten anhand dessen Mobiltelefons.

Angehörige hatten Zugang zu Benutzerkonto

Der Verunfallte war im Besitz eines Mobiltelefons der Marke iPhone. Die Angehörigen hätten über den Zugangsnamen und das Passwort zum entsprechenden Online-Benutzerkonto des Verunfallten verfügt, sagte Benno Käslin von der Nidwaldner Kriminalpolizei auf Anfrage. Mit einer Ortungsfunktion hätten sie das Handy metergenau orten können.

Die Polizei bot daraufhin die Rettungsflugwacht für einen Suchflug auf. Diese fand den Toten kurze Zeit später anhand der Ortungsdaten und konnte die Leiche bergen.

Der dritte Tote innerhalb von sechs Monaten

Der Ungare ist bereits die dritte Person, die im vergangenen Halbjahr am Pilatus in den Tod stürzte. Im Juni war ein russischer Tourist beim steilen Abstieg vom Pilatus zur Fräkmünt verunglückt, als er ein Fahrrad trug und ausrutschte.

Mitte Oktober rutschte eine Wanderin aus dem Kanton Zürich in steilem und nassem Gelände im Gebiet Ämsigen im Kanton Obwalden aus. Danach fiel sie über eine Felskuppe hundert Meter in die Tiefe.

Meistgesehen

Artboard 1