Fricktal

Zwischen Punsch und Gebäck: Weihnachtsmärkte stehen vor der Tür

Auf dem MBF-Weihnachtsmarkt in Stein wurde viel Handgemachtes angeboten.

Auf dem MBF-Weihnachtsmarkt in Stein wurde viel Handgemachtes angeboten.

An diesem Wochenende fanden die ersten Weihnachtsmärkte im Fricktal statt – die Betreiber freuten sich über einen grossen Zulauf.

Kunsthandwerk, Krippen und Weihnachtsschmuck, Glühweinduft und süsses Gebäck, besinnliche Klänge und Kerzenschein – zwar müssen sich die Weihnachtsfans bis Heiligabend noch rund vier Wochen gedulden, dennoch hatten sie an den ersten Fricktaler Weihnachtsmärkten vom Wochenende die Gelegenheit, sich bereits jetzt in Adventsstimmung versetzen zu lassen.

So auch am Sonntag in Sulz, wo auf dem Areal von Weinbauer Stefan Weiss rund 20 Aus­steller und Hobbykünstler etwa ­Adventsfloristik oder Werke aus Ton, Holz und Glas angeboten haben. «Wir hatten einen ­extrem guten Zulauf», sagt ­Adventsmarkt-Initiant Stefan Weiss. «Alle Aussteller hatten einen guten Verkauf.»

In die Heimat auf einen Schwatz

Grund für den gut besuchten Adventsmarkt sei unter anderem die Werbung der einzelnen Standbetreiber gewesen. Diese hätten am Samstagabend noch aktuelle Bilder von ihren auf­gebauten Ständen in ihren Whatsapp-Status gesetzt, erzählt Weiss. «Damit haben sie sicher noch den einen oder anderen Bekannten auf den Markt aufmerksam gemacht.» Zudem mache man die Erfahrung, dass immer wieder viele Heimweh-Sulzer an den Adventsmarkt in ihre Heimat zurückkehrten. «Dabei geht es auch darum, alte Bekannte zu treffen und mit ihnen einen Schwatz zu halten», sagt Weiss.

Bereits ein Tag zuvor, am Samstag, fand auf dem Schulhausplatz Dorf in Kaiseraugst der Weihnachtsmarkt statt. Unter anderem auch mit dem nostalgischen Karussell, das wieder für viele strahlende Kinderaugen sorgte. Dass der Weihnachtsmarkt relativ früh, acht Tage vor dem ersten Advent stattfindet, hat einen Grund. «Wir haben die Erfahrung ­gemacht, dass sich Anfang ­Dezember bereits viele mit ­Adventskränzen und Weihnachtsdeko bei den Grossdetaillisten eingedeckt haben», sagt Verena Grossenbacher von der IG Weihnachtsmarkt. So wolle man durch die frühe Ansetzung den Umsatz der 33 Standbetreiber, die grösstenteils Selbstgemachtes verkaufen, ankurbeln. «Die frühe Ansetzung hat sich auch dieses Jahr positiv auf alle Standbetreiber ausgewirkt», sagt Grossenbacher.

Wetterglück bei der Stiftung MBF in Stein

Über mehr Besucher als in den letzten Jahren auf ihrem Adventsmarkt in Stein, der am Freitagnachmittag eröffnet wurde, freute sich die Stiftung MBF. «Im Gegensatz zu letztem Jahr hatten wir Wetter-Glück», sagt Caroline Berger von der Stiftung MBF. Gut angekommen seien in diesem Jahr wieder die Weihnachtsprodukte der Menschen mit Behinderung, die sie in den Kreativ- und Werk-Ateliers angefertigt haben. Dazu gehörten etwa auch Engel und Sterne.

Arno Wernle von der IG Weihnachtmarkt sagt, dass besonders die Essensstände am Samstag in Herznach gut frequentiert waren. Zur frühen Ansetzung sagt er, dass es darum ginge, eine Terminkollision mit dem Fricker Weihnachtsmarkt zu vermeiden.

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