Frick/Mettauertal

Zwei Raiffeisenbanken gehen zukünftig einen gemeinsamen Weg

Urs Obrist, Erwin Schwarb, Stefan à Porta und Marc Jäger (v. l.) möchten ihre Banken in eine gemeinsame Zukunft führen.

Urs Obrist, Erwin Schwarb, Stefan à Porta und Marc Jäger (v. l.) möchten ihre Banken in eine gemeinsame Zukunft führen.

«Regio Frick-Mettauertal» heisst die neue Bank, die aus Regio Frick und Mettauertal entstehen soll – die Geschäftsstellen in den Gemeinden bleiben alle erhalten.

In den vergangenen Monaten haben mehrere Arbeitsgruppen die Weichen für den Fusionszug der Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal gestellt. Bereits im März gaben die beiden Raiffeisenbanken Mettauertal und Regio Frick bekannt, dass sie eine gemeinsame Zukunft planen. Am Dienstag- und Mittwochabend gaben Bankenvertreter in Gansingen und Frick den Genossenschaftern Einzelheiten über den geplanten Zusammenschluss bekannt.

Voraussetzung für eine Fusion ist eine Zustimmung der Mitglieder an der Generalversammlung Ende März 2020 (Mettauertal) und per Urabstimmung Ende April (Regio Frick). «Für einen Beschluss braucht es je eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen», sagt Urs Obrist, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank Mettauertal. Ist dies der Fall, tritt der Zusammenschluss rückwirkend per 1. Januar 2020 in Kraft.

Gemeinsam die Herausforderungen meistern

Stefan à Porta, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Mettauertal, sagt, dass man in einem kompetitiven Umfeld, zusammen gestärkt in die Zukunft gehen könne. «Die Zinsmargen sind weiterhin unter Druck, das regulatorische Umfeld und die Kundenbedürfnisse verändern sich rasch. Durch die Nutzung vorhandener Gemeinsamkeiten und den Ausbau von Synergien können wir uns diesen Herausforderungen besser stellen», erklärt à Porta.

Mit Bezug auf die Zahlen per 30. September dieses Jahres wird die neue Bank 73 Mitarbeiter haben (Regio Frick 64, Mettauertal 9), 13'761 Mitglieder zählen (Regio Frick 11'892, Mettauertal 1869) und eine Bilanzsumme von 1,68 Milliarden Franken aufweisen (Regio Frick 1,45 Milliarden, Mettauertal 0,23 Milliarden).

Für Erwin Schwarb, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Regio Frick, ist klar, dass durch diese Grösse ein spezialisiertes Beratungsangebot quer durch die Bank möglich sei, von dem auch die unterschiedlichsten Kundengruppen aus dem Mettauertal profitierten. In dem Fokus «auf einer umfassenden, spezialisierten Beratung in einem Vertrauensverhältnis» sieht auch Marc Jäger, Vorsitzender der Bankenleitung der Raiffeisenbank Regio Frick, die Vorteile des vergrösserten Bankenverbunds.

Erwin Schwarb wird Verwaltungsratspräsident

Nach der Fusion sollen alle Geschäftsstellen aufrechterhalten bleiben, versicherten die Bankenvertreter. Neben dem juristischen Hauptsitz der Raiffeisenbank Regio Frick-Mettauertal in Frick sind dies die Geschäftsstellen in Eiken, Herznach, Gipf-Oberfrick, Gansingen sowie die Beratungsbank in Zeihen.

Momentan sei die Situation so, dass man es aufgrund der Anzahl an Mitarbeiter gar nicht erlauben könne, eine Filiale zu schliessen, sagt Jäger, der Vorsitzender der neuen Bankenleitung werden soll. Der neue Verwaltungsrat soll von Erwin Schwarb präsidiert werden.

Einige wenige Änderungen bringt die neue Bank für die Genossenschafter aus dem Mettauertal mit sich. So erfolgt die Stimmabgabe nicht wie bisher an der Generalversammlung, sondern schriftlich per Urabstimmung, wie dies bereits bei der Raiffeisenbank Regio Frick der Fall ist.

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