Zeihen
«Vorfreude ist riesig»: Vogelpark startet am Karfreitag in die Saison – Buchungsstand übertrifft Vorjahr um das Fünffache

Rolf Lanz vom Vogelpark Ambigua in Zeihen freut sich riesig auf den Start der Saison ohne Corona-Einschränkungen. Auf die Besucherinnen und Besucher warten neue imposante tierische Bewohner. Doch zunächst steht für das Team der grosse Frühjahrsputz an.

Dennis Kalt
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Der Weisshaubenkakadu hat viel Spass an Rolf Lanz, Leiter des Vogelparks Ambigua, und seiner Stellvertreterin Noemi Appert.

Der Weisshaubenkakadu hat viel Spass an Rolf Lanz, Leiter des Vogelparks Ambigua, und seiner Stellvertreterin Noemi Appert.

Dennis Kalt

Es ist nicht nur der schelmische Weisshaubenkakadu, der Rolf Lanz, Leiter des Vogelparks Ambigua in Zeihen, ein Lachen ins Gesicht zaubert. Auch der nahende Saisonstart am Karfreitag stimmt Lanz und dessen Stellvertreterin Noemi Appert voller Vorfreude.

«Die Massnahmen sind aufgehoben, die Vorbereitungen werden rechtzeitig abgeschlossen sein – jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen», sagt Lanz mit Blick auf die wohl erste wieder normale Saison seit Ausbruch der Pandemie.

Fünf Mal mehr Buchungen als im Vorjahr

Die Vorzeichen für eine Saison mit vielen Besucherinnen und Besuchern stehen positiv. Lanz vergleicht:

«2021 hatten wir zu diesem Zeitpunkt gerade einmal sechs Buchungen von Gruppen oder Vereinen fürs komplette Jahr, aktuell sind es bereits deren 30.»

Darunter fallen etwa Buchungen für Familien- und Klassentreffen oder Geburtstage. Anfragen von Vereinen, wie es sie in Zeiten von vor Corona zuhauf gab, sind derweil noch ausgeblieben.

Grund hierfür sei, dass viele Generalversammlungen, an denen auch die Ausflugsziele definiert werden, noch nicht stattfanden. Daher geht Lanz davon aus, dass in den nächsten Wochen ein Schwung an weiteren Buchungen hinzukommen wird.

Doch nicht nur die Mitarbeitenden freuen sich darauf, dass bald wieder Leben in den Park einkehrt; genauso die rund 350 Papageien und Sittiche, wie Appert sagt:

«Man merkt es ihnen an. Etwa wenn Handwerkerinnen und Handwerker in den Park kommen, gehen sie sofort ans Gitter.»

Viele der Vögel, die im Park lebten, kämen schliesslich aus Privathaltungen, seien handzahm und es daher gewöhnt, dass ständig Menschen um sie herum seien.

Geöffnet sein wird der Vogelpark mittwochs und samstags je von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr. Zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien, ab 4. Juli, öffnet das «Ambigua» zusätzlich unter der Woche am Dienstag, Donnerstag und Freitag je von 13 bis 18 Uhr.

Federkleider schimmern rosa und imposant

Ab dieser Saison neu im Vogelpark Ambigua zu sehen, gibt es drei Molukkenkakadus.

Ab dieser Saison neu im Vogelpark Ambigua zu sehen, gibt es drei Molukkenkakadus.

Denins Kalt

Auch dieses Jahr gibt es für Besucherinnen und Besucher, exotische Neuheiten zu bestaunen. So haben drei halterlose Molukkenkakadus in Zeihen ein neues Zuhause gefunden. Die rosaschimmernden Kakadus erreichen eine Körperlänge von 52 Zentimeter und zählen damit zu den grössten ihrer Art. «Gerade, wenn sie ihr Gefieder aufstellen, ist das ein imposanter Anblick», sagt Appert.

Bis zur Eröffnung des Parks jedoch gibt es für das Team um Rolf Lanz noch einiges zu tun. Am Samstag etwa steht der Grossputz an, an dem 20 Freiwillige mithelfen. Die Volieren müssen herausgeputzt, das Unkraut gejätet und der Kiosk hergerichtet werden.

Wichtig ist für Lanz in den kommenden Wochen eines: «Die Volieren sollen so naturnah wie möglich eingerichtet werden.» Dies bedeutet etwa mit möglichst viel morschen Ästen und Stämmen, damit die Papageien und Sittiche viel arbeiten können. Lanz sagt:

«Wellensittiche bauen etwa ganze Tunnelsysteme im Geäst.»

Auch wird die Artenschutzzucht weiter vorangetrieben. Dies etwa bei den Sonnensittichen, von denen sich 20 Exemplare in einer Voliere befinden. «Hierfür werden wir mehrere Nistkästen aufhängen», so Lanz. Wichtig dabei sei, dass diese alle auf gleicher Höhe angebracht würden. «Andernfalls kommt es zu Kämpfen um den am höchsten hängenden Nistkasten», erklärt Lanz.

Erfreulich ist derzeit, dass viele Vogelhalterinnen und -halter im «Ambigua» einen Artgenossen für Einzeltiere suchen. Denn so, sagt Lanz, entstehen im Park, der platzmässig an seine Grenzen gestossen ist, neue Kapazitäten, um halterlose oder beschlagnahmte Vögel aufzupäppeln und ihnen ein neues Zuhause zu geben.

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