Das Wunschbuch in Magden wirkt auf den ersten Blick wie ein dickes, gewöhnliches Gästebuch, das im Gemeindehaus auf einem Tisch liegt. Doch Kommentare der Besucher, finden sich darin praktische Wünsche. Die Bewohner der Gemeinde können nämlich im Buch eintragen, was sie sich fürs nächste Jahr von der Gemeinde und dem Gemeindeammann wünschen würden.

Manchmal gehen diese Wünsche auch in Erfüllung. Der Gemeindeschreiber Rolf Dunkel sagt im Gespräch mit dem Regionaljournal Aargau Solothurn: «In den letzten Jahren gab es immer wieder den Wunsch nach einer Weihnachtsbeleuchtung. Diesem haben wir dieses Jahr Rechnung getragen und auf den 1. Advent hier in Magden eine schöne Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt

Eine Weihnachtsbeleuchtung, eine Bäckerei oder ein besser beleuchteter Fussgängerstreifen: All diese Wünsche fanden ihren Weg in Wunschbuch und wurden in den vergangenen Jahren von der Gemeinde erfüllt. Allerdings kann man in Magden nicht auf alle Wünsche eingehen. Beispielsweise der oft geäusserte Wunsch nach einem Sprungbrett in der Badi werde nicht Erfüllung gehen, da dafür das Bassin nicht genügend Tiefe habe, erklärt Dunkel. 

Auch der anonyme Wunsch nach einem "toleranteren Nachbaren" könne man wohl nicht wirklich erfüllen. Allerdings gäbe es nur wenige solche "spassigen" Wünsche; in der Regel seien es Anliegen, welche die ganze Gemeinde betreffen. Dies entspricht auch der Grundidee des Wunschbuches. 

Damit auch wirklich nur realisierbare Wünsche eingetragen werden, liegt das Buch in jenem Raum auf, in welchem die Gemeindeangestellten am Schalter arbeiten und somit stets ein Auge aufs Buch werfen können können. «Das Wunschbuch lag anfangs im Eingangsbereich auf, wo auch oft Kinder wegen der angrenzenden Mediathek ein und aus gingen. Darum wurden zu dieser Zeit vor allem Mickey-Mouse-Zeichnungen oder Comics in das Buch eingetragen und keine Anregungen», so Gemeindeschreiber Dunkel. 

Dank dem Wunschbuch erhalten die Bewohner von Magden die Chance, etwas zu bewegen. Rolf Dunkel hofft, dass in Zukunft noch mehr Leute diese Chance nutzen würden. Im Moment gäbe es etwa 10 bis 20 Wünsche pro Jahr. Allerdings könne man dies ja auch als gutes Zeichen werten. Rolf Dunkel sagt humorvoll: «Das spricht ja auch dafür, dass sich die Leute in Magden allgemein wohl fühlen, zufrieden und wunschlos glück sind.»

Die noch nicht wunschlos glücklichen Bewohner von Magden können noch bis zum 6. Januar einen Wunsch ins Buch eintragen. (AZ)