Münchwilen

«Was lange währt, wird endlich sehr gut» – Viele Ballons am Schulhausfest

Münchwiler Schülerinnen und Schüler freuen sich gemeinsam mit der Bevölkerung über das neue Schulhaus. Paul Roppel

Münchwiler Schülerinnen und Schüler freuen sich gemeinsam mit der Bevölkerung über das neue Schulhaus. Paul Roppel

Der neue Gebäudekomplex wurde nach trotz langer Verspätung mit einer farbenfrohen Feier eingeweiht.

An der Feier wurde kein rotes Band durchschnitten. Dafür gab es etwas wie einen leckeren und begehrten Examenweggen in Form eines Schlüssels. Denn das Examen hatte die Gemeinde schliesslich nach hartem Nachsitzen doch noch mit Bravour bestanden.

«Was lange währt, wird endlich sehr gut», bekräftigte Gemeindeammann Willy Schürch in Erinnerung an das nicht ganz hürdenfrei abgelaufene Bauprojekt, dessen Planung 2009 mit einem Architektenwettbewerb gestartet worden war.

Die erste Prüfung vermasselte der Souverän 2012 in einer Referendumsabstimmung, wo der von der Gemeindeversammlung bewilligte Kredit von 5,35 Millionen Franken scheiterte.

Das deutliche Signal war für die Behörde lehrreich. «Die Workshops unter der Leitung des Fachmanns Peter Weber, zusammen mit vielen engagierten Einwohnern, waren so erfolgreich, dass im Juni 2013 ein neuer Planungskredit Zustimmung fand», erinnerte Schürch die grosse Gästeschar unter dem neuen überdeckten Pausenvorplatz. Dieser von den Vereinen gewünschte Platz wird in Zukunft sicher noch andere Feste erleben.

Daran angegliedert ist zudem als Verbindung von der Turnhalle zum neuen Gebäudekomplex ein heimeliger Mehrzweckraum. Obwohl der Architekt noch einige Klimmzüge meistern musste, bestand der neue Kredit von 3,64 Millionen Franken die nächste Prüfung im März 2014.

Planmässig hatten die Kinder nach einer Bauzeit von 12 Monaten das Schulhaus vor wenigen Wochen bezogen, freute sich Schürch, der auch als Präsident der Baukommission wirkte.

Attraktivität des Dorfes gefestigt

«Zweckmässig, nachhaltig, aber ohne Luxus» war unsere Devise, betonte er und unterstrich, dass mit der Schule die Attraktivität des Dorfes gefestigt worden sei. «Mit dem neuen Schulhaus setzt Münchwilen ein Zeichen für eine gute Bildungszukunft und einen attraktiven Lernort für Generationen», vermerkte auch Christian Aeberli, Leiter Abteilung Volksschule vom Departement Bildung, Kultur und Sport.

Während der Bauzeit war die Schule in 10 Containern auf dem Sportplatz untergebracht worden. «Am Anfang war es für die Kinder noch lustig, aber dann kam der Alltag mit den Einschränkungen», meinte Schulpflegepräsidentin Jacqueline Wunderlin, die sich über das neue Bauwerk sehr freut.

Bei den 68 Kindern fanden die vom Architekten Walter Winter verteilten symbolischen Schlüssel reissenden Absatz. Alle Schüler vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse waren in farbige T-Shirts mit Widmung eingekleidet und liessen nach den musikalischen Darbietungen unter grossem Jubel 68 Ballone in den Himmel steigen.

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