Die beiden Salzdome der Schweizer Salinen sind derzeit gut gefüllt. Trotzdem läuft die Salzproduktion ganz normal weiter: «Wir haben in beiden Domen noch Platz für zusätzliches Salz», sagt Carlo Habich, Verkaufsleiter für Salze für Industrie und Grosshandel der Schweizer Salinen AG.

Insgesamt beträgt die Lagerkapazität für das Salz in der Saline Riburg 220'000 Tonnen. Die beiden Salzdome haben zusammen ein Lagervolumen von 190'000 Tonnen. Dazu kommen zwei Lagerhallen mit einem Fassungsvermögen von 30'000 Tonnen. Derzeit beträgt der Füllstand 159'000 Tonnen. Läuft die Produktion im vollen Gang, dann produziert die Saline in Rheinfelden täglich 1200 Tonnen.

Gute Auftragslage
Das in Rheinfelden produzierte Salz wird in die ganze Schweiz geliefert. Derzeit kann Habich über die aktuellen Lieferanfragen nicht klagen: «Wir haben noch offene Aufträge für die Nord-Süd-Rampe des Gotthards. Hierfür müssen 900 Tonnen nach Uri und 1600 Tonnen in das Tessin geliefert werden.» Weiter müssen noch 300 Tonnen ins Engadin, 600 Tonnen in die Waadt, 200 Tonnen nach Zürich und 100 Tonnen nach Appenzell geliefert werden. Zusätzlich wird ein Lieferauftrag von rund 2000 Tonnen aus dem Wallis erwartet. Zudem geht Habich aufgrund der angesagten Niederschläge mit Schnee in der kommenden Woche noch von einem grösseren Auftragseingang aus.

«Auch wenn der Winter mild ist, wie beispielsweise in diesem Jahr, laufen unsere Produktionsmaschinen auf voller Leistung», sagt Habich. Denn neben der Streusalzproduktion werden auch Koch-, Industrie- und Wasserenthärtungssalz hergestellt.

Kunden aus dem Ausland
Nicht nur in der Schweiz findet das Salz aus Rheinfelden seine Abnehmer: «Wir liefern nach Norditalien und sporadisch auch nach Süddeutschland an zwei grosse Industriekunden», sagt Habich. Hauptabnehmer seien vor allem Kunden für Auftausalz, wie beispielsweise die Werkhöfe der Autobahnen, der Kantone und der Gemeinden, sowie der Grosshandel, an den das Auftausalz massenweise in Säcken geliefert werde.

«In einem strengen Winter wird sieben Tage die Woche voll durchproduziert», sagt Habich und ergänzt, dass an Spitzentagen bis zu 5000 Tonnen Auftausalz ausgeliefert werden müssen. «Es gibt Tage, da müssen wir rund 200 Lastwagen beladen», sagt Habich.
Dabei transportiert das Unternehmen das Salz nicht mit eigenen Lastwagen, sondern arbeitet mit verschiedenen Speditionen zusammen: «Wir haben für jede Region ein spezifisches Transportunternehmen beauftragt», sagt Habich.

Auch im Frühjahr wird produziert
Auch von Frühling bis Herbst wird munter Salz produziert: «Ab 1. April verkaufen wird das Auftausalz billiger. Viele Gemeinden, Kantone und Werkhöfe füllen deswegen im Frühling und Herbst ihre Lager vor Ort», erklärt der Verkaufsleiter. Gerade wenn es einen strengen Winter gegeben habe, könne es deswegen sein, dass die Produktion in der Zwischensaison kaum nachkäme. Dass die Produktion unter die halbe Kraft gedrosselt werde, käme aber so gut wie nie vor, denn: «Es ist natürlich für uns nicht gerade sinnvoll, wenn die Produktion stillsteht», sagt Habich. So werden die Maschinen nur bei Revisionen und an grossen Feiertagen abgestellt.

«Natürlich haben wir nichts dagegen, wenn der Winter sich noch einmal von seiner weissen und frostigen Seite zeigen würde», sagt Habich.