Sicherheit

Trotz Petition gibt es keine Leitplanken an gefährlichen Stellen an der Ampferenhöhe

Toni Obrist und seine Mitstreiter forderten, dass an der Kantonsstrasse über die Ampferenhöhe Leitplanken angebracht werden sollen. Nach einer unabhängigen Untersuchung hat der Kanton die Petition nun abschlägig beantwortet. Archiv/mf

Toni Obrist und seine Mitstreiter forderten, dass an der Kantonsstrasse über die Ampferenhöhe Leitplanken angebracht werden sollen. Nach einer unabhängigen Untersuchung hat der Kanton die Petition nun abschlägig beantwortet. Archiv/mf

Der Kanton liess die Sicherheit der Ampferen-Strasse prüfen. Das Gutachten zeigt: Massnahmen sind nicht nötig.

Anfang März erhielt Landammann Stephan Attiger Post aus Sulz. Zusammen mit Mitstreitern hatte Toni Obrist 108 Unterschriften gesammelt und nach Aarau geschickt. Ihr Anliegen: Der Kanton solle Leitplanken an gefährlichen Stellen entlang der Strasse über die Ampferenhöhe anbringen (die az berichtete). Ausgelöst hatte die Petition ein Unfall im Januar, als ein Auto von der schneebedeckten Kantonsstrasse abgekommen und den Abhang hinuntergeschlittert war. Zwar blieb die Unfallfahrerin unverletzt, doch Toni Obrist wollte verhindern, dass künftig Schlimmeres passiert.

Es bleibt beim Versuch. Landammann Stephan Attiger wies diese Woche in seinem Antwortschreiben darauf hin, dass man bereits während des Sanierungsprojekts aufgrund einer Einwendung die Sicherheitsaspekte «gezielt und vertieft» analysiert habe. Dennoch wurde der Kanton nun erneut aktiv: «Wir haben uns aufgrund Ihrer Petition entschieden, den gesamten Sanierungsabschnitt der K456 durch ein externes und unabhängiges Gutachten zur passiven Sicherheit überprüfen zu lassen», so der Landammann.

Anforderungen sind erfüllt

Das externe Büro sei dabei zur Schlussfolgerung gekommen, dass der gesamte neu ausgebaute Strassenabschnitt die aktuell gültigen normativen Anforderungen erfülle. «Die Strasse weist in Bezug auf die passive Sicherheit keine Defizite auf. Massnahmen sind keine erforderlich», zitiert der Verkehrsdirektor aus dem Gutachten.

Der Gutachter gibt sogar explizit die Empfehlung ab, keine «Schutzeinrichtungen» anzubringen. Auch diese Passage wird im Antwortschreiben der Regierung zitiert. «Schutzeinrichtungen, die nicht notwendig sind, bewirken das Gegenteil dessen, was man sich von ihnen erhofft», heisst es darin. Und: «Sie reduzieren das generelle Sicherheitsniveau eines Strassenraums, weil einem beschränkten Nutzen neue Risiken gegenüberstehen.»

Der Regierungsrat hält sich nun an diese Empfehlungen. Man sehe nach diesem Gutachten keinen Handlungsbedarf und auch ein Augenschein an der Strecke, den die Petitionäre gefordert hatte, sei nicht notwendig.

Verständnis und Vertrauen

Toni Obrist ist einerseits enttäuscht über den negativen Bescheid aus Aarau. Nicht zuletzt auch, weil er aus der Bevölkerung viele positive Reaktionen auf die Petition erhalten habe, wie er sagt. Andererseits äussert der Petitionär auch Verständnis für den Entscheid des Regierungsrates. «Es gibt Richtlinien und Vorschriften. Ich kann mich mit der Antwort abfinden, zumal die Sicherheitsproblematik jetzt nochmals gut geprüft wurde.» Damit sei eines der Ziele der Petition schon einmal erreicht. Wenn die neutrale Analyse nun keinen Handlungsbedarf sehe, sei wohl auch wirklich alles korrekt. «Wir haben es probiert, leider ohne Erfolg. Aber ich habe Vertrauen in die unabhängige Untersuchung», so Obrist.

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