Etzgen

Töff-Raser wird angeklagt und seine Maschine eingezogen

Der Töffraser aus dem Fricktal wird angeklagt

Der Töffraser aus dem Fricktal wird angeklagt

Mit 175 km/h erwischte die Polizei einen Töffraser im Fricktal. Nun liegt die Anklageschrift vor. Der Staatsanwalt fordert, dass der 21-Jährige 20 Monate bedingt bekommt und 4000 Franken Busse zahlen muss. Das Rasergerät soll eingezogen werden.

So schnell wie der 21-jährige Kosovare war 2013 keiner im Aargau unterwegs. Im Sommer raste er mit dem Töff seines Vaters in Etzgen im Fricktal mit 175 km/h in die Radarfalle.

Dafür bekommt er nun einen Denkzettel verpasst, wenn es nach dem Staatsanwalt geht. Dieser fordert in der Anklageschrift nämlich 20 Monate bedingt für den Raser, dazu soll ein Busse von 4000 Franken kommen. Und das Rasergerät, der Töff, soll eingezogen werden, wie Tele M1 berichtet. Der Erlös aus dem Verkauf des Töffs soll zur Deckung der Verfahrenskosten genutzt werden, sagt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Dass der Töff nicht dem Raser, sondern dessen Vater gehört, spielt dabei für den Staatsanwalt keine Rolle.

Martin Leiser, Anwalt für Verkehrsrecht, sieht das anders und findet die Aargauer Praxis nicht rechtens, wie er sagt.

Doch die Richter sehen das im Aargau anders. Jüngst haben sie in Bad Zurzach einen 34-jährigen Raser schuldig gesprochen und dabei auch das Fahrzeug eingezogen. Dieses gehörte der Mutter des Rasers.

Ob das auch im Fall des Töffrasers aus dem Fricktal geschieht, wird der Prozess zeigen. Dieser findet im Februar 2014 statt. (rsn)

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