Kaisten

Tempo 30 ist nicht die einzige Lösung für die Verkehrsberuhigung

Die Weidstrasse in Kaisten wird stets zu schnell durchfahren. Verkehrsberuhigung ist hier gefragt. sh

Die Weidstrasse in Kaisten wird stets zu schnell durchfahren. Verkehrsberuhigung ist hier gefragt. sh

Eine Arbeitsgruppe befasst sich bereits seit einigen Wochen mit der Planung für ein Verkehrskonzept in Kaisten. An der Sommergemeindeversammlung wird ein entsprechender Projektierungskredit beantragt.

Was tun, um die Verkehrssituation im Dorf so zu beruhigen? Um darauf möglichst genaue Antworten zu erhalten, planen und umsetzen zu können, möchte der Gemeinderat von Kaisten das Ingenieurbüro Ballmer und Partner, Aarau, mit einem Konzept für die Verkehrsberuhigung in Kaisten beauftragen.

An der Sommergemeinde wird dem Souverän ein entsprechender Projektierungskredit unterbreitet. Bereits im Einsatz ist eine Arbeitsgruppe. Ihr gehören unter dem Vorsitz von Gemeinderat Stefan Moser, weiter sein Amtskollege Marco Zaugg sowie Tatjana Terbeck, Hanspeter Müller, Urs Vogt und Leiter der Unterhaltsbetriebe Andy Gertiser an.

Verschiedene Massnahmen

An den beiden Gemeindeversammlungen im zurückliegenden Jahr wurde bereits dahingehend informiert, dass für Verkehrsberuhigung verschiedene Varianten geprüft werden sollen. Eine der Möglichkeiten, hiess es damals, wäre die Einführung von flächendeckendem Tempo 30 auf Gemeindestrassen.

«Es braucht nicht noch mehr Verbotstafeln», macht Gemeinderat Stefan Moser deutlich, dass es neben Tempo 30 zahlreiche andere Möglichkeiten gibt, die Bürger in die Verkehrsberuhigung mit einzubeziehen.

So könnte beispielsweise ein temporär aufgestellter, digitaler Geschwindigkeitsmesser (ohne Bussenandrohung) zu der gewünschten nachhaltigen Wirkung bei den Verkehrsteilnehmern führen.

Auch bauliche Massnahmen sind ein Mittel gegen zu schnelles Fahren. «Bei der zur Sanierung anstehenden Oberkaisterstrasse würde beispielsweise ein befahrbares Trottoir, so wie es in Ittenthal bereits realisiert wurde, zur Reduktion der Geschwindigkeit beitragen», sagt Stefan Moser.

Im Ortsteil Ittenthal wurden bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt als Abgrenzung zwischen Strasse und Trottoir Wassersteine verlegt. Obwohl die gut sichtbaren Steine auf gleichem Niveau wie der Strassenbelag eingebracht sind, sorgen sie für das gewünschte Abbremsen bei den Verkehrsteilnehmern.

Prioritätenliste

Sagt das Stimmvolk an der kommenden Sommergemeinde ja zum Projektierungskredit für das Verkehrsberuhigungskonzept, so richten sich die weiteren Planungen und Umsetzungen nach einer bereits vorliegenden Prioritätenliste.

Oberste Priorität hat dabei die Weidstrasse. Bereits 2012 haben besorge Anwohner mittels einer Unterschriftensammlung beim Gemeinderat auf die zu schnell fahrenden und auch zu vielen Autos im familienstarken Quartier aufmerksam gemacht.

«In unsere Verbesserungsüberlegungen ist bereits eingeflossen, dass beim Neubau Garage Winter die Ausfahrt so geregelt werden möchte, dass wegfahrende Autos nicht links in die Weidstrasse, sondern direkt auf die Hauptstrasse geleitet werden», führt Stefan Moser aus.

Zweite Priorität hat die Oberkaisterstrasse. Für die zwingend anstehende Sanierung hat der Kaister Souverän im November 2012 einen Projektierungskredit von 50 000 Franken gut geheissen.

Gelenkbusse berücksichtigen

Teil der Planung für die Strassensanierung ist auch die optimierte Verkehrsberuhigung. An dritter Stelle der Prioritätenliste platziert sich das Mitteldorf. Hier wird auch die Einführung der Gelenkbusse berücksichtigt.

«Bei der Verkehrsberuhigung und Optimierung geht es nicht nur um die Situationen innerhalb des Dorfes. Wir ziehen in unsere Überlegungen auch die Dorfzufahrten mit ein», so Stefan Moser.

Können Zufahrten wie beispielsweise jene in Laufenburg bei der Gärtnerei Leuenberger oder weiter Richtung Sisseln beim Gemüsebauer durch entsprechende Massnahmen optimal gestaltet werden, führt das für das Dorf Kaisten zu einer Entlastung.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1