Dass die Swisscom in Gipf-Oberfrick die Kupferkabel mit Vectoring-Technologie aufrüstet, bereitet Evelyn Reimann schlaflose Nächte. Ihr Rechtsanwalt sagte im Artikel: «Um kurzfristig Geld zu sparen, zögert die Swisscom mit dem Vectoring die Aufrüstung auf Glasfaserkabel hinaus und meine Mandantin leidet darunter.»

In einer Stellungnahme wehrt sich Swisscom gegen diesen Vorwurf. «Wir nehmen Frau Reimanns Anliegen ernst, waren wiederholt mit der Familie in Kontakt, haben Messexperten vor Ort geschickt und wo möglich technische Anpassungen vorgenommen», teilt das Unternehmen mit.

Die Messungen zeigten, dass die in den relevanten Frequenzbändern vor Ort maximal gemessene elektrische Feldstärke bei 0,1 Promille des Immissionsgrenzwertes liege. Dieser sehr tiefe Messwert könne überdies an keinem Ort durch die VDSL- Installation generiert worden sein. Man bezweifle in keiner Weise, dass Evelyn Reimann gesundheitliche Probleme habe und ihre Symptome real seien, schreibt Swisscom.

Zugleich sei es «aus den genannten Gründen nicht nachvollziehbar, dass die Beschwerden von Frau Reimann kausal mit den minimen, durch die VDSL-Installation generierten, Feldern zusammenhängen».

Grundsätzlich hält Swisscom fest, man setze auf diverse Glasfasertechnologien, um der Kundschaft in der ganzen Schweiz rascher die nötigen hohen Bandbreiten zur Verfügung zu stellen.

Es sei nicht möglich, den wachsenden Breitbandbedarf alleine mit Glasfaser bis ins Haus zu decken. Würde man nur diese Technologie einsetzen, würde der Ausbau in jeder Schweizer Gemeinde bis etwa ins Jahr 2040 dauern. (az)