Rheinfelden

Strom für 60 Haushalte: AEW Energie AG baut zweite Gemeinschafts-Solaranlage

So sieht die Baustelle für das neue Logistikzentrum von Swisslos derzeit aus.

So sieht die Baustelle für das neue Logistikzentrum von Swisslos derzeit aus.

Auf dem neuen Logistikzentrum von Swisslos in Rheinfelden entsteht auch eine Photovoltaikanlage.

Im Rheinfelder Industriegebiet entsteht derzeit das neue Logistikzentrum von Swisslos. Das Gebäude umfasst neben Waren- und Palettenlagern auch Büros und Werkstätten. Von hier aus sollen dereinst die rund 6000 Verkaufsstellen von Swisslos unter anderem mit Losen, Spielscheinen und Quittungsrollen beliefert werden. Die Bauarbeiten am Zentrum starteten im Sommer und laufen nach Plan, sagt Marc Monnier, Projektverantwortlicher bei Swisslos.

In einigen Wochen soll der Fundamentbau abgeschlossen und mit dem Stahlbau begonnen werden können. Das Gebiet Chleigrüt stellt dabei besondere Herausforderungen an die Bauherrschaft. «Geologische Untersuchungen haben gezeigt, dass im Gebiet eine sogenannte Dolinen-Gefahr besteht», erklärt Monnier. Dabei handelt es sich um Gelände-Absenkungen. In Zusammenarbeit mit einem Geologen wurde daher ein Fundament ausgearbeitet, dass solche Absenkungen abfedern kann. «Im Boden verlaufen mehrere Betonriegel, die eine Art Netz bilden und das Gebäude im Falle einer Absenkung halten können», sagt Monnier.

Die Dachfläche wird zur Stromgewinnung genutzt

Das aufwendige Fundament verursacht Mehrkosten und Mehrarbeit. Aber: Ziel sei es, das neue Gebäude ab Oktober 2020 beziehen zu können, sagt Monnier. «Wir sind gut im Zeitplan und hatten bisher auch mit dem Wetter Glück. Wir sind zuversichtlich, dass wir den Zeitplan einhalten können.»

Bereits im Frühjahr soll auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage der AEW Energie AG in Betrieb gehen. Ein Baugesuch liegt ab Freitag öffentlich auf. Der Stromversorger möchte im Rahmen des Projekts «Rheinfelden Solar» die zweite GemeinschaftsSolaranlage realisieren.

Ende 2018 ging die Anlage auf dem Dach des Feuerwehrmagazins in Betrieb. Die Bevölkerung konnte Bezugsrechte von einzelnen Modulen erwerben und erhält für den mit ihren Modulen produzierten Strom eine Gutschrift auf der Stromrechnung. Dasselbe Konzept soll nun auch bei der Solaranlage auf dem Logistikzentrum umgesetzt werden. «Interessierte können sich bereits jetzt melden und werden auf die Warteliste eingetragen», sagt Mediensprecherin Yvonne Kohler. Die geplante Leistung der neuen Solaranlage mit 830 Modulen liegt bei 266 Kilowatt-Peak (kWp). «Es ist das Ziel, eine Jahresproduktion von etwa 280 000 Kilowattstunden (kWh) zu erhalten und die jährliche CO2-Emision um rund 170 Tonnen zu verringern», sagt Kohler. Das entspricht etwa 60 Haushalten.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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