George Winet wird am Donnerstag ohne Krawatte vor dem Souverän stehen, wenn diese über die Fusion zur Gemeinde Böztal entscheidet. Der Grund: Dem Ammann von Hornussen ist es zu heiss. So wird die Hitzewelle gemäss Prognosen zwischen Mittwoch und Freitag mit bis zu 37 Grad Celsius ihren Höhepunkt erreichen – dann, wenn insgesamt acht Fricktaler Gemeinden ihre Versammlungen abhalten. Die AZ hat bei den acht Gemeinden nachgefragt, ob sie Vorkehrungen treffen, um etwaigen Hitzewallungen in ihren Versammlungslokalen entgegenzuwirken.

Der Eiker Gemeindeammann Stefan Grunder klärt derzeit ab, ob man nicht noch kurzfristig eine Open-Air-Versammlung auf den Schulhof abhalten kann. «Entscheidend ist hierfür die Frage, ob man aufgrund der Sonne die Präsentation auf der Leinwand noch sieht», sagt er. Ist dies nicht möglich, werde man gegebenenfalls Hitzepausen einlegen, damit die Stimmbürger frische Luft schnappen können. Zudem offeriert die Gemeinde Wasser: «Das macht es für die Teilnehmer etwas angenehmer», so Grunder.

Kalt muss das Wasser sein

Wasser stellt auch die Gemeinde Möhlin zur Verfügung. «Kalt und zwei Flaschen pro Teilnehmer», so lautet die Anweisung von Gemeindeammann Fredy Böni, der am Donnerstag die Votanten bittet, ihre Beiträge kurz zu halten. Hitzepausen, wie in Eiken, wird es keine geben. Auch, weil sich dann beim Wiedereinlass nicht stimmberechtigte Zuschauer, die auf der Empore Platz nehmen müssen, nach unten schleichen könnten, dort, wo die Stimmberechtigten sitzen. Weiter klärt Böni ab, ob man eine Sanität vor der Mehrzweckhalle Fuchsrain aufbietet.

Auch die Gemeindeverwaltung in Olsberg trifft Vorkehrungen. So wird Gemeindeschreiberin Christine Leuenberger zwei Ventilatoren etwa zwei Stunden vor Beginn der Gemeindeversammlung aufstellen und testen – diese bleiben aber nur stehen, falls sie die gewünschte Wirkung zeigen, sagt Leuenberger. «Mehr als zwei Ventilatoren werden wir nicht aufstellen, weil wir das dann nicht mehr für ökologisch sinnvoll halten.» In jedem Fall werde man den Teilnehmern jedoch Wasser offerieren.

Gratis Wasser werden auch die Gemeinden Hornussen, Oberhof und Zuzgen bereitstellen. «Ich hoffe, dass die Versammlung nicht unnötig in die Länge gezogen wird», sagt Daniel Hollinger, Gemeindeammann von Zuzgen. Die Gemeinde Frick befindet sich noch in den Abklärungen, ob sie Massnahmen aufgrund der Hitze ergreift.

Von den acht befragten Gemeinden stellt alleine Wölflinswil kein Wasser zur Verfügung. Man werde die Storen der Turnhalle bereits am Morgen herunterlassen und während der Versammlung Fenster und Türen öffnen, damit Durchzug herrsche. «Ich denke, dann werden es die Stimmbürger auch rund eine Stunde ohne Wasser aushalten», sagt Gemeindeammann Barbara Fricker.