Gastronomie

Stein bekommt ein neues Restaurant: Aus dem Stübli wird der Steinbock

Irène Hofmann möchte im November das Restaurant Steinbock eröffnen.

Irène Hofmann möchte im November das Restaurant Steinbock eröffnen.

Im ehemaligen «Steiner Stübli» entsteht derzeit das Restaurant Steinbock von Irène Hofmann.

Vom ehemaligen Café «Steiner Stübli» an der Schaffhauserstrasse in Stein ist kaum etwas geblieben. Das Inventar ist weggeräumt, der Teppichboden herausgerissen, die Wände sind kahl, eine Plastikfolie hängt zwischen Lokal und Küche. Die bisherige Pächterin, Cornelia Meier, hatte das Café Ende September nach 13 Jahren aufgegeben.

Das Lokal zwischen der Rhein-Apotheke und der Geschäftsstelle der UBS bleibt allerdings nur gut einen Monat zu. Anfang November möchte Irène Hofmann-Weber hier nämlich ein Restaurant eröffnen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Handwerker verlegen gerade einen neuen Plattenboden. Ist dieser fertig, sollen die Wände frisch gestrichen, neue Lampen aufgehängt, die Küche eingerichtet und ein gekühltes Buffet installiert werden. Und natürlich wird auch die Beschriftung ersetzt – schliesslich heisst das Lokal künftig Restaurant Steinbock.

Ein Traum geht in Erfüllung

Mit dem «Steinbock» erfüllt sich Hofmann einen jahrelang gehegten Traum. Sie hat eine Lehre als Service-Fachangestellte absolviert und arbeitet seither im Gastrogewerbe. 2012 machte sie ausserdem das Wirtepatent. «Das macht man natürlich schon mit dem Ziel, einmal selber ein Restaurant zu führen», sagt die 41-Jährige mit einem Lachen. Jetzt seien ihre beiden Kinder selbstständig und der ideale Zeitpunkt gekommen, es mit dem Restaurant zu versuchen.
«Ich wünschte mir ein Lokal, mit dem ich mich identifizieren kann», sagt Hofmann. Das hat sie gefunden. Der «Steinbock» soll eine richtige Dorfbeiz werden. Hofmann will Schweizer Küche anbieten, die Menüs saisonal anpassen und auf Lieferanten aus der Region setzen. «Für mich war immer klar: Eröffne ich mal ein eigenes Restaurant, wird es gemütlich und heimelig», sagt sie.

Einflüsse aus dem Bündnerland

Der Name «Steinbock» erinnert einerseits an den Wohnort der Hofmanns, Stein; andererseits an ihre liebste Feriendestination: das Bündnerland. «Unser Herz schlägt für das Bündnerland und den Steinbock», sagt Irène Hofmann. Das soll sich in der Einrichtung und Dekoration im neuen Restaurant zeigen. Einzelne Einflüsse werden ausserdem auch auf der Speisekarte zu finden sein. So wird es im Restaurant etwa einen «Coupe Steinbock» geben – eine Glace-Kreation mit «Röteli», dem bekannten Bündner Schnaps.

Das Restaurant wird rund 50 Plätze bieten, dazu kommt im Sommer ein kleiner Aussenbereich mit 20 Plätzen. Für den Anfang hat Irène Hofmann eine Köchin mit einem 60-Prozent-Pensum eingestellt. Ziel sei es, dass sie deren Pensum dereinst ausbauen könnte.

Trotz Grenznähe bestehen

«Mir ist bewusst, dass es nicht einfach wird und es ein Risiko ist, in der heutigen Zeit ein Restaurant zu eröffnen», sagt Hofmann. Sie möchte sich zwei bis drei Jahre Zeit geben, um den Betrieb aufzubauen. Denn sie glaubt, dass ein funktionierendes Restaurant bestehen kann – auch mit der Grenznähe. «Leistung und Freundlichkeit werden von den Gästen geschätzt, da bin ich mir sicher», sagt Hofmann. Der «Steinbock» soll die Herzen der Steinerinnen und Steiner erobern. Er soll aber auch die Velofahrer und Pendler ansprechen, die daran vorbeikommen.

Ob der Umbau im Restaurant wirklich bis zum 1. November, dem Datum der geplanten Eröffnung, fertig wird, zeigen die kommenden Wochen. «Ich werde sicherlich nicht in einer Baustelle eröffnen. Geht es etwas länger, wird der Start verschoben», sagt Hofmann. Sie selber kann es aber kaum erwarten, endlich loslegen zu können.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1