Energie
So wird der Solarstrom 35 bis 40 Rappen mehr Wert

Die Gemeinde Zeihen plant eine neue Photovoltaik-Anlage auf einem Dach. Dabei soll der Mehrwert an Private und Firmen pro Kilowattstunde 35 bis 40 Rappen betragen.

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Sonnenenergie

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Aargauer Zeitung

Die Gemeinde Zeihen plant in der Chängelmatte, auf dem Dach des Ende August 2010 eingeweihten Werkhofs der Forstbetriebsgemeinschaft Homberg-Schenkenberg, den Bau einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 27 Kilowatt-Peak (kWp) Spitzenleistung. Die produzierte Energiemenge von etwa 26000 Kilowattstunden (kWh), was einem Verbrauch von 3 bis 4 Einfamilienhäusern entspricht, soll ins gemeindeeigene Stromnetz eingespiesen werden.

Gemeinde mit Energiestadt-Label

Es ist vorgesehen, dass die von der Photovoltaikanlage produzierte Energie an private Stromabonnenten oder Firmen im Dorf und Umgebung mit einem Mehrwert von 35 bis 40 Rappen pro Kilowattstunde verkauft wird. Eine Inanspruchnahme von kantonalen Subventionen oder Fördermitteln des Bundes ist für das Projekt nicht vorgesehen.

Die Gemeinde Zeihen besitzt ja das Label Energiestadt und engagiert sich daher für den Energiebedarf von öffentlichen Gebäuden am Naturstrom und stärkt damit ihre Rolle und Wahrnehmung als Energiestadt. Die Energie- und Umweltkommission übernimmt das Patronat der Stromvermarktung vom Forstwerkhofdach. Die Projektkosten werden durch die Elektroenergieversorgung vorfinanziert und auf eine Laufzeit von 25 Jahren amortisiert. Die technische Betreuung und der Unterhalt obliegen der Elektroenergieversorgung Zeihen.

Wie es in der Botschaft des Gemeinderats Zeihen an die Stimmberechtigten heisst, die am 25. November unter anderem über den Kredit von 200000 Franken für den Bau der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fortswerkhofs zu befinden haben, kann auf der Internetplattform der Gemeinde die Energieproduktion live mitverfolgt werden.

120 Module kommen auf das Dach

Das zur Diskussion stehende Kreditbegehren beinhaltet folgende Anlageteile und Arbeiten: Lieferung und Montage von etwa 120 polykristallinen Silizium-Modulen mit Ausrich-tung nach Süden, Wechselrichteranlage mit Einspeisung ins öffentliche Netz, Anschluss ans World Wide Web (Internet) mit Störungsmeldung, Verkabelung, Zertifizierung, Engineering und Gebühren.

Der Gemeinderat, die Elektrakommission und die Kommission Energie und Umwelt beantragen die Genehmigung der 200000 Franken, wobei die eigentliche Photovoltaikanlage mit Wechselricher (Umwandlung des Gleichstroms in Wechselstrom) mit 140000 Franken den grössten Anteil ausmacht. (chr)