Kaiseraugst

Sie stahl Federer die Show: Nun will Chelsea die Tennis-Welt erobern

Dereinst singende Profispielerin? Das jedenfalls ist der Traum von Chelsea Fontenel aus Kaiseraugst. Fabio Baranzini

Dereinst singende Profispielerin? Das jedenfalls ist der Traum von Chelsea Fontenel aus Kaiseraugst. Fabio Baranzini

Chelsea Fontenel sorgte mit ihrer Stimme beim «Match for Africa» zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka für Aufsehen. Nun hat sie sich beim der Talentshow «The Voice Kids» in die Zuschauer-Herzen gesungen. Und sie hat weitere Ambitionen.

«The Voice Kids», die bekannte Talentshow im Deutschen Fernsehen war die erste grosse Bühne, die Chelsea Fontenel (11) in ihrem Leben betreten hat. Vor zwei Jahren hat sie sich dort – zumindest bei unseren nördlichen Nachbarn – in die Herzen der Zuschauer gesungen. Es folgten weitere Auftritte als Sängerin.

In Südafrika, Deutschland, Österreich und demnächst in Polen. Sie stand gemeinsam mit Schlagerstar Helene Fischer auf der Bühne und lieh der Hauptdarstellerin Annie in der gleichnamigen amerikanischen Filmproduktion die deutsche Synchronstimme. Und das, obwohl eigentlich Englisch ihre Muttersprache ist, da die Wurzeln ihrer Eltern auf der Karibikinsel St. Lucia liegen. 

Ausschnitt aus dem US-Musicalfilm «Annie» mit der Synchronstimme von Chelsea Fontenel

Ausschnitt aus dem US-Musicalfilm «Annie» mit der Synchronstimme von Chelsea Fontenel.

Einige Bälle mit Roger Federer

Spätestens seit letztem Dezember kennt man Chelsea Fontenel aber auch in der Schweiz. Im ausverkauften Hallenstadion durfte sie am «Match for Africa», dem Exhibitionmatch zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka, die Show mit dem Tina Turner-Hit «Simply the Best» eröffnen. 

Chelseas Auftritt im Zürcher Hallenstadion am «Match For Africa»

Chelseas Auftritt im Zürcher Hallenstadion am «Match For Africa»

Und nicht nur das: Sie schlug gar mit ihrem grossen Idol Roger Federer einige Bälle übers Netz:

Warum-up: Chelsea spielt gegen Roger Federer

Warum-up: Chelsea spielt gegen Roger Federer

Singen und Tennisspielen, das sind die zwei ganz grossen Leidenschaften der jungen Fricktalerin. Und nicht nur beim Singen ist sie sehr talentiert, sondern auch im Umgang mit Racket und Filzball. Sie gehört zu den besten zehn Spielerinnen ihres Jahrgangs in der Schweiz und konnte zuletzt an der Junioren Schweizer Meisterschaft und an einem internationalen Juniorenturnier in der Kategorie U12 für Aufsehen sorgen. An beiden Turnieren erreichte sie die Halbfinals und räumte auf dem Weg dorthin mehrere stärker klassierte Gegnerinnen aus dem Weg. «Auf diese beiden Erfolge bin ich besonders stolz. Vor allem das internationale Turnier in Oetwil war eine tolle Erfahrung», sagt Fontenel.

Die erste singende Profispielerin?

Die Begeisterung für den Sport hat Chelsea Fontenel von ihren Eltern. Der Vater war Fussballer, die Mutter spielte Volleyball. «Meine Eltern schauten gerne Tennis und wollten mir etwas ermöglichen, was sie als Kinder nicht machen konnten», erklärt Chelsea Fontenel, wie sie mit sechs Jahren zum Tennissport kam. Mittlerweile trainiert sie vier Mal pro Woche in der Tennis Academy Dedial in Birrhard und träumt davon, dereinst zu den Top 10 der Welt zu gehören.

«Langsam habe ich mich an die Bühne und an die Zuschauer gewöhnt»

«Langsam habe ich mich an die Bühne und an die Zuschauer gewöhnt»

Chelsea Fontenel und Mami Kathleen zu Gast bei Markus Gilli in der Sendung «TalkTäglich» (Januar 2015).

Würde sie also das Singen für den Traum vom Tennisprofi aufgeben? «Nein, das möchte ich nicht. Ich mache beides so gerne, dass ich mir gesagt habe, ich werde die erste singende Profitennisspielerin», sagt Chelsea Fontenel lachend. Und wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit das Multitalent all ihre bisherigen Auftritte und Herausforderungen gemeistert hat, scheint auch dieses Ziel nicht unmöglich zu sein.

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