Die Hecken waren geschnitten, der Rasen gestutzt, nur das Wetter wollte noch nicht so richtig, erzählt Roger Mösch, der zusammen mit Fabian Benz auf dem Fricker Campingplatz am 1. April die Sommersaison eröffnet hat. «Weil es vor einigen Wochen noch kalt und regnerisch war, ist die Saison schleppender als letztes Jahr angelaufen», sagt Mösch. Während es im April 2018 238 Übernachtungen von Touristen auf dem Fricker Campingplatz gab, waren es diesen April bis dato 142 Übernachtungen.

Doch der frühlingshafte Wetterumschwung zu Ostern habe dem Campingplatz viele Besucher beschert, sagt Mösch. So seien über die sonnigen Feiertage nicht nur viele Dauercamper gekommen, die ihre Terrassen mit Gartenmöbeln eingerichtet und mit Pflanzen geschmückt haben, auch viele Familien mit Kindern oder Senioren haben sich spontan dazu entschlossen, auf einem der 20 Touristen-Stellplätze die Sonne zu geniessen. «Über Ostern waren zum ersten Mal alle Plätze in dieser Saison belegt», sagt Mösch.

Auch auf dem Campingplatz in Möhlin seien die ersten Wochen im vergangenen Jahr wesentliche besser angelaufen. «Während wir 2018 bereits zur Eröffnung am 15. März viele Camper hatten, die mit dem Velo unterwegs waren, haben diese in dieser Saison lange auf sich warten lassen», sagt Betreiber Alf Hesse. Derzeit sind auf dem Campingplatz 10 der 60 Touristen-Stellplätze belegt. «Die meisten Gäste kommen aus dem Wallis, Bern und St. Gallen und sind mit dem Velo den Rhein entlang unterwegs», so Hesse.

«Ein Kommen und ein Gehen»

Viele blieben nur für ein bis zwei Übernachtungen. Dies gelte auch für Gäste aus Norddeutschland oder der Niederlande, die Rast auf ihrer Durchreise ans Mittelmeer machten. «Derzeit ist es ein Kommen und Gehen», so Hesse. Gäste, die auf einem der 30 Zeltplätze übernachtet haben, habe es bisher kaum gegeben. «Die meisten kommen mit dem Camper oder Wohnwagen», sagt Hesse, der nachschiebt, dass die Nächte für eine Übernachtung im Zelt noch zu kalt seien.

Aufgrund des typischen April-Wetters Anfang des Monats spricht Guido Sutter, Betreiber des Campingplatzes Waldesruh im Mettauertaler Ortsteil Wil, von einem verhaltenen Start. Erst über Ostern seien zum ersten Mal alle 30 Plätze belegt gewesen. «Vorteilhaft ist, dass Ostern dieses Jahr in die Frühlingsferien fällt. Einige Gäste sind deswegen noch den einen oder andern Tag länger geblieben», so Sutter. Derzeit ist die Hälfte der Plätze belegt. «Die Gäste kommen vornehmlich aus der Schweiz. Viele sind zum Wandern da und wollen die Aussicht in der hügeligen Landschaft geniessen», sagt er.

Auf dem Campingplatz bietet Sutter ein 36 Quadratmeter grosses Blockhaus mit Küche und Badezimmer an. Dieses diente bis 2014 den Köhlern am Festplatz als Unterkunft. Das Blockaus werde immer beliebter, sagt er. «Es gibt viele Gäste, die, nachdem sie dort selbst die Nacht verbracht haben, für das Blockhaus Gutscheine verschenken.» Gekauft hat Sutter die Köhlerhütte damals aufgrund eines neuen Trends, der als Glamping – zusammengesetzt aus glamourös und Camping – bezeichnet wird. «Es gibt immer mehr, welche die Natur geniessen wollen, ohne viel Ausrüstung mitzunehmen», so Sutter.