Laufenburg/Rheinfelden

Seine Kaiserliche Hoheit zu Besuch im Fricktal

Die Erzherzogin und der Erzherzog von Österreich (links, mit Tochter Carlota) beim Studium des Laufenburger Buchs, rechts Meinrad Schraner und Regierungsrat Urs Hofmann.

Die Erzherzogin und der Erzherzog von Österreich (links, mit Tochter Carlota) beim Studium des Laufenburger Buchs, rechts Meinrad Schraner und Regierungsrat Urs Hofmann.

Simeon von Habsburg, Erzherzog von Österreich, und seine Familie besuchten die Region. Der fürstliche Gast wandelte auf den Spuren seiner Vorfahren.

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit besuchte am Samstag Simeon von Habsburg, Erzherzog von Österreich, das Fricktal. Seine Stationen waren Laufenburg und Rheinfelden. Er war in Begleitung von seiner Gattin Maria von Bourbon-Sizilien, Erzherzogin von Österreich, seiner Tochter Erzherzogin Carlota von Habsburg-Lothringen und seines Sohns Erzherzog Philipp von Habsburg-Lothringen. Die Familie traf am Samstag gegen Mittag in Laufenburg ein.

«Eine grosse Ehre»

Beim Rathaus wurde die Familie von einer kleinen Delegation in Empfang genommen. Sie bestand aus Regierungsrat Urs Hofmann und Generalsekretär Hans Peter Fricker als Vertreter des Kantons Aargau, sowie aus Meinrad Schraner, Vizeammann der Gemeinde Laufenburg, Ulrich Krieger, Bürgermeister von Laufenburg-Deutschland, Alt-Stadtrat Johannes Burger in Vertretung von Gemeinderat André Maier, Stadtarchivar Linus Hüsser und Monika Wissler, Leiterin der örtlichen Tourist-Info. Im Gerichtsgebäude erfolgte die offizielle Begrüssung mit Apéro, Übergabe kleiner Präsente, einem Referat von Linus Hüsser über die Geschichte und die Beziehung der Habsburger zu Laufenburg sowie kurzer Ansprachen. Vizeammann Meinrad Schraner (Ressort Bildung-Kultur-Standortentwicklung-Ortsbürger) bezeichnete den Besuch der Kaiserlichen Familie in Laufenburg als «eine grosse Ehre».

Laufenburg sei eine besondere Stadt, weil «getrennt und doch vereint. Zwei Länder, eine Stadt – das leben wir, genau im Sinne des Stadtgründers, Rudolf des II.», so Schraner. Laufenburg habe viele Zeitzeugen aus der Habsburgerfamilie, zum Beispiel das Wappen. Dazu Meinrad Schraner: «Rudolf der II. war gnädig mit uns. Er erlaubte uns, den roten Habsburger Löwen im Wappen zu führen. Darauf sind wir noch immer stolz.»

Wein, Buch und Sondermünze

Der Zeitpunkt des Besuchs des Erzherzogs von Österreich war gut gewählt. Denn am Samstag jährte sich der Geburtstag von Kaiserin Maria Theresia zum 300. Mal. Die Monarchin – sie hatte unter anderem die Schulreform durchgeführt – ist im Gerichtssaal in einem Gemälde von Joseph Tröndle verewigt. Unter ihrem Blick überreichten die Gastgeber ihren Gästen Andenken in Form von einem fürstlichen Wein, dem Laufenburger Buch und der Sondermünze «700 Jahre Stadtrecht», auch dies ein Verdienst der Habsburgerfamilie, so Meinrad Schraner.

Überdies warf er den Blick in die Zukunft: «Laufenburg ist in Aufbruchsstimmung.» Denn die Stadt plane zwischen dem Schlossberg und dem Wasenturm «ein für die Gemeinde wichtiges Projekt mit grosser gesellschaftlicher und kultureller Bedeutung. Wenn uns die Stimmbürger gut gesinnt sind, dürfen wir Sie im Jahr 2019 zur Einweihung der Überbauung wieder begrüssen», fügte er hinzu. Die Familie des Erzherzogs und der Regierungsrat nahmen die Einladung freundlich und gerne an.

In Rheinfelden nahmen Stadtamman Franco Mazzi, Vizeammann Brigitte Rüedin, Daniel Vulliamy (Leiter Stabsdienste) und Stadtführerin Davina Benkert die Kaiserliche Hoheit in Empfang. Auf dem Programm stand unter anderem ein Abriss über die habsburgische Geschichte durch Davina Benkert, die Besichtigung der Stadtkirche und der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Rheinfelden. Den Imbiss nahm die Gesellschaft im Lokal «aglio e olio» bei Viktor Krasniqi und Doris Bachmann ein.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1