Wittnau

Schulweg soll sicherer werden und gleichzeitig ein Parkierungsproblem lösen

Auf dem Oberen Kirchweg gilt ein temporäres Fahrverbot.

Auf dem Oberen Kirchweg gilt ein temporäres Fahrverbot.

Der Wittnauer Gemeinderat möchte rund um das Gemeindehaus, die Kirche und das Schulareal eine Begegnungszone einrichten, genauso wie eine Geschwindigkeits­beschränkung von maximal 20km/h - die Einsprachefrist läuft noch.

Die Verkehrssituation im Dorfzentrum rund um Kirche, ­Gemeindehaus und Schulareal beschäftigt die Gemeinde Wittnau schon seit einiger Zeit. Der Gehweg zwischen Gemeindehaus und Kirche entlang des Oberen Kirchenwegs wird gerne als Parkplatz genutzt.

«Da die Strasse in diesem Abschnitt sehr eng ist, haben die Fussgänger kaum eine Möglichkeit auszuweichen», sagt Gemeinde­ammann Andreas von Mentlen. «Das ist besonders gefährlich, weil auf diesem Abschnitt viele Schulkinder unterwegs sind.»

Der Gemeinderat thematisierte daher bereits Fahr- oder Parkverbote, um die Situation so zu entschärfen. Die Idee scheiterte aber am Widerstand aus der Bevölkerung. Nun hat der Gemeinderat mit einem Raum- und Verkehrsplanungsbüro einen neuen Lösungsvorschlag ausgearbeitet: eine Begegnungszone auf dem Oberen Kirchweg und in der Kirchgasse.

Parkieren nur noch in den markierten Feldern

In einer solchen Begegnungszone haben Fussgänger generell Vortritt gegenüber dem fahrenden Verkehr – auch gegenüber von Velofahrern. Es gilt ausserdem eine Geschwindigkeits­beschränkung von maximal 20km/h.

Weiter soll das Parkieren künftig nur noch auf markierten Park­flächen möglich sein. Solche sind etwa bei der Kirche für Besucher von Friedhof und Kirche vorgesehen. Bei Anlässen bestehe die Möglichkeit, durch das Stellen von Parktafeln ­weitere Parkplätze zu erlauben, so von Mentlen.

«Der Gemeinderat ist überzeugt, mit der Begegnungszone einen gangbaren Weg für alle Anspruchsgruppen gefunden zu haben», sagt der Gemeinde­ammann. Ende November ­wurde die Einführung der Begegnungszone im Amtsblatt publiziert. Derzeit läuft die Einsprachefrist. Wobei von Mentlen hofft, dass die Begegnungszone von der Bevölkerung angenommen wird.

«Die Sicherheit der Fussgänger wird verbessert, das Parkierungsproblem gelöst und ein dauerhaftes Fahrverbot kann umgangen werden», argumentiert er. Der Vorschlag einer Begegnungszone sei in der Diskussion rund um die Verkehrssituation ausserdem auch von Seiten von Einwohnerinnen und Einwohnern gemacht worden.

Umsetzung soll möglichst rasch erfolgen

Ziel des Gemeinderats ist es, die Begegnungszone möglichst rasch umzusetzen. Bei «optimalem Verlauf» – also ohne Einsprachen – sollte die Begegnungszone bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2020 eingerichtet sein, sagt von Mentlen.

Dann würde das temporäre Fahrverbot im Bereich Oberer Kirchweg wieder aufgehoben. Der Gemeinderat hatte dieses im Oktober für die Dauer der Baustelle auf der Hauptstrasse erlassen, um den Schleichverkehr einzudämmen.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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