Frick

Sanierung des «Vitamare Freizeitzentrums» für 7,5 Millionen anvisiert

Der Eingang des «Vitamare Freizeitzentrums» soll Richtung Kies-Parkplatz verlegt werden.dka

Der Eingang des «Vitamare Freizeitzentrums» soll Richtung Kies-Parkplatz verlegt werden.dka

Architekt erhält Zuschlag für Erneuerung. Als neue Attraktion ist ein Kinderplanschbecken im erweiterten Hallenbad geplant. Thema ist auch eine neue Sauna-Landschaft.

Der Fricker Gemeinderat setzt auf dem Weg zur Sanierung des «Freizeitzentrums Vitamare» den nächsten Schritt. In einem Wettbewerb zwischen vier Architekturbüros hat der Gemeinderat auf Empfehlung eines elfköpfigen Gremiums der K&L Architekten AG aus St. Gallen mit ihrem Konzept «Revita-Mare» den Zuschlag für das Grossprojekt erteilt.

Zur Erinnerung: Im November 2017 sagte der Souverän Ja zu einem Kredit von 650 000 Franken für die Planung der Sanierung. Gestützt auf eine Machbarkeitsstudie, gab der Gemeinderat damals einen Kostenrahmen von 6,7 Millionen Franken mit einer Abweichung von 25 Prozent für die Sanierung vor. Notwendig ist die Investition, weil die letzten grossen Unterhaltsarbeiten an Garderoben, Café und Hallenbad im Jahr 1995 stattfanden.

Ein Thema bei der Sanierung ist auch die Möglichkeit, einen direkten Zugang für Abonnenten ins Freibad via Smartphone zu schaffen.

Ein Thema bei der Sanierung ist auch die Möglichkeit, einen direkten Zugang für Abonnenten ins Freibad via Smartphone zu schaffen.

Ein Bauökonom schätzte die Kosten für die Umsetzung des Siegerprojekts der K&L Architekten AG auf 7,52 Millionen Franken mit einer Abweichung von 25 Prozent. «Das Siegerprojekt war mit Abstand am günstigsten und liegt als einziges im vorgegebenen Kostenrahmen», sagt Gemeindeammann Daniel Suter, Vorsitzender der Jury. Die anderen drei Projekte bewegen sich zwischen 9,40 und 12,23 Millionen Franken. Die grosse Preisspanne kommt zustande, weil das Siegerprojekt im Gegensatz zu den anderen keine vertieften baulichen Eingriffe und Veränderungen des äusseren Erscheinungsbilds vorsieht, so Suter.

Das Projekt «Revita-Mare» sieht vor, den Eingangstrakt auf die nordöstliche Seite des Gebäudes zu versetzen, damit er vom grossen Kiesparkplatz aus sowie den geplanten Veloabstellplätzen gut ersichtlich und erreichbar ist. Die neue Eingangshalle wird so konzipiert, dass von der Kasse aus Bistro und Shop bedient werden können wie auch die Eintrittskontrolle stattfinden kann. Die Garderoben und Nasszellen für Gehbehinderte sind direkt von der Eingangshalle per Lift zugänglich.

Neben dem Umbau der Hallenbad-Garderoben – Ziel ist die Entflechtung der geschlechtergetrennten Kinder- und Erwachsenengarderoben – ist ein separater Garderoben- und Duschbereich für das Fitnesscenter im Untergeschoss vorgesehen. «Der Grund hierfür sind die unterschiedlichen Öffnungszeiten von Badebetrieb und Fitnesscenter», sagt Suter.

Eine Vorgabe des Gemeinderates an die Architekturbüros war es, das Hallenbad mit einer neuen Attraktivität zu versehen. Hierfür schlägt die K&L Architekten AG vor, die Schwimmhalle nach Süden hin – in Richtung Freibad – zu erweitern, um ein Kinderplanschbecken mit Aufenthaltsfläche einzurichten, von wo aus Eltern ihre Kinder im Blick haben. «Dieses Angebot wird die Anlage deutlich attraktiver machen», so Suter.

Zudem soll das Nichtschwimmer- vom Schwimmerbecken baulich abgetrennt werden, um eine andere Wassertemperatur zu ermöglichen. Im ehemaligen Sprungbecken soll aufgrund der bestehenden Wassertiefe ein höhenverstellbarer Boden installiert werden

Suter sagt, dass der Gemeinderat den Kredit für die Sanierung voraussichtlich im November 2020 beantragen wird. Der Baustart soll im Februar 2022 erfolgen. «Bis ins Frühjahr werden die Rohbauarbeiten für die Erweiterungen am Eingangs- und Kinderplanschbereich vorgenommen. Von Mai bis Oktober, während der Freibadsaison, ist das Hallenbad geschlossen.

Die Rutschbahn im Freibad stammt aus dem Jahr 2001. Auch im Hallenbad könnte in einigen Jahre eine Rutsche realisiert werden.

Die Rutschbahn im Freibad stammt aus dem Jahr 2001. Auch im Hallenbad könnte in einigen Jahre eine Rutsche realisiert werden.

Dann erfolgen die Sanierung der Technik, der Garderobenumbau und der Innenausbau der Erweiterungen», sagt Suter. Während dieser Phase sollen Provisorien für Garderoben inklusive sanitärer Einrichtungen breitgestellt werden.

Kommt eine Sauna-Landschaft?

Unklar ist, ob die Sauna, deren Zustand Suter als «grenzwertig» bezeichnet, in die Bad-Sanierung 2022 miteinbezogen wird. Zwar schlägt die K&L Architekten AG vor, eine zeitgemässe Sauna-Landschaft erst in einer späteren Etappe zu bauen, jedoch sagt Suter, dass man die Erweiterung zu einer Sauna-Landschaft «aufgrund des Gewinns, die sie einbringt» bereits für 2022 prüfen werden lasse.

Für die Sauna-Landschaft ist mit Kosten von knapp 2 Millionen Franken zu rechnen, die bei einer allfälligen Realisierung im Jahr 2022 auf die geschätzten Kosten von 7,52 Millionen Franken addiert werden müssten.

Weitere Attraktivitätssteigerungen wie ein Freibadrestaurant im Pavillon, eine grosse Innenrutschbahn oder ein Warmwasser-Aussenbecken sieht das Projekt für einen späteren Zeitpunkt nach 2022 vor.

Autor

Dennis Kalt

Meistgesehen

Artboard 1