Kaiseraugst

«Robird» sei Dank: Der Krähenbestand in der Liebrüti ist zurückgegangen

83-mal war «Robird» im August in der Luft. Den Krähenbestand konnte er merklich reduzieren.

Die Krähen sind fast ganz aus der Überbauung verschwunden. Der Lärm habe sich reduziert und sei nun «zeitlich beschränkt» heisst von Seiten der Gemeinde Kaiseraugst.

83 Mal war im August der Robotervogel «Robird» in der Luft, um die Krähen der Kaiseraugster Liebrüti zu vergrämen. Es sei eine merkliche Reduktion der Krähen festzustellen, zog der Kaiseraugster Gemeinderat Jean Frey danach gegenüber der AZ ein positives erstes Fazit.

Nun bestätigt die Gemeinde in einem Communiqué die positiven Auswirkungen des «Robird»-Einsatzes. Dieser habe die Krähenpopulation in Kaiseraugst aus der Überbauung Liebrüti vertrieben, heisst es in der Mitteilung.

«Die Krähen haben ihre Schlafstätten in den angrenzenden Wald in Giebenach verlegt.» Die Krähen seien zwar morgens und abends über die Liebrüti geflogen, wenn die Drohne nicht im Einsatz war, und hätten einen Zwischenhalt eingelegt.

«Wenig später sind sie dann weitergezogen.» Die Anzahl der Krähen habe – in Kombination mit den Abschüssen der Jagdgesellschaft – auf einen Bestand von etwa 120 Krähen abgenommen. Vor dem Einsatz zählte man rund 250 Krähen. Der Lärm habe sich denn auch «erheblich reduziert und zeitlich beschränkt».

Weitere Massnahmen sind ins Budget genommen worden

Rund einen Monat nach Abschluss der Drohnenflüge ist die Sachlage mehrheitlich unverändert, schreibt die Gemeinde. «Einige Krähen schlafen noch oder wieder im Liebrüti-Areal, die restlichen haben ihre Schlafstätte im Wald beibehalten.»

Auch die Zwischenhalte seien bestehen geblieben und die Population stagniere bei 150 Krähen. «Der Lärm ist im Vergleich zur Ausgangslage reduziert worden, er nimmt nun jedoch im Vergleich zur Drohnenflugzeit wieder zu.»

Noch nicht in gewünschtem Masse umgesetzt werden konnte aus Sicht der Gemeinde die Säule «Nahrungsentzug». «Sicherlich ist die teilweise Rückkehr auch darauf zurückzuführen.»

Seit dem Drohneneinsatz seien keine Reklamationen bei der Verwaltung mehr eingegangen. Der Einsatz dürfe also als Erfolg gewertet werden. Man habe einen akzeptablen Bestand und Lärmpegel erreichen können.»

Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass diese Bewertung kurzfristig ist. «Die Krähenlärm-Reduktion soll auch langfristig nachhaltig gesichert werden. Die Sachlage wird weiterhin beobachtet», heisst es mit Blick auf die Zukunft.

Und weiter: «Die Massnahmen bezüglich Nahrungsentzug sind in Bearbeitung und weitere Falkendrohneneinsätze ins Budget aufgenommen worden und werden falls notwendig im Januar 2020 durchgeführt.» (az)

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