Rheinfelden
Rheinfelder Feuerwehr evakuierte übungshalber den Schützen

Es war eine Übung der Superlative, welche die Feuerwehr Rheinfelden im «Schützen» abhielt. Nur wenige waren eingeweiht, umso realistisch wie möglich den Ablauf zu gewährleisten.

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Einsatzbesprechung der Rheinfelder Feuerwehrleute.

Einsatzbesprechung der Rheinfelder Feuerwehrleute.

Ein Hotel- und Klinik-Betrieb würde im Brandfall immer Höchstleistungen von den Einsatzkräften erfordern, verdeutlichte Einsatzleiter Marc Leber und beschrieb die Ausgangslage: «Unsere Aufgabe ist zunächst die Brandbekämpfung unter Einsatz von Atemschutz, dann schnellstens die Evakuation von Hotelgästen und Klinikpatienten sowie der Aufbau von Sammelstellen mit intensiver Betreuung.»

CFO Schützen Albi Wuhrmann und Sicherheitsbeauftragte Heidy Freiermuth sind sich einig, dass «Sicherheit die oberste Priorität hat – speziell im Brandfall. Das liessen sich die Häuser Hotel Schützen, Eden und Schiff mit Klinikbereichen auch einige hunderttausend Franken jährlich kosten.

Oberleutnant Marc Leber vergab bei der Schlussbesprechung nur Bestnoten an die Einsatzgruppen. Er betonte ferner, dass nun auch das Unternehmen die «Sicherheitsabläufe» aufgrund der neuen Erkenntnisse überprüfen könne. Ein dickes Lob gab es seitens der Feuerwehr auch an das Schützenpersonal, das beispielhaft mitgewirkt habe. Besonders die 17-jährige, in Ausbildung stehende Hotel-Gastro-Tourismus-Lernende Dominique Sikyr aus Lenzburg, begeisterte das Kommando wie Vorgesetzte, wie sie mit der Situation umging: Kontrolle im Bereich der Réception, wie viele Gäste und Patienten schon in Sicherheit gelangten, und ständiger Kontakt mit der Einsatzleitung der Feuerwehr.

Heidy Freiermuth, die für Sicherheit in den drei Betrieben verantwortlich ist, war begeistert und sehr stolz über den Übungsverlauf und vor allem, wie die Mitarbeitenden und auch Figuranten voller Ernst zur Sache gingen. Feuerwehrkommandant Rainer Porschien hatte in vorausgegangenen Informationsgesprächen mit Blick auf Ernstfälle viel Wissenswertes für das Personal vermittelt. Insgesamt waren 150 Personen aus dem Schützen involviert. 76 Zimmer samt Restauration und Schützenkeller müssten mit den vielen Nischen im vorhandenen Gastro-und Hotelbetrieb im Ernstfall durchsucht werden.

Die «Schützen»-Verantwortlichen wollen mit dem Feuerwehrkommando eventuelle Schwachstellen erörtern. «Es war spannend, zuzusehen. Selbst Patienten, Gäste und Mitarbeitende verfolgten aufmerksam die Übung», fasste Heidy Freiermuth zusammen. Auch für CFO Albi Wuhrmann war es eine «realitätsnahe Probe». Die letzte in diesem Ausmass habe es vor 13 Jahren gegeben, erinnerte sich der älteste Feuerwehr-Aktive in Rheinfelden, Walter Bräutigam, der seit nunmehr 39 Jahre der Wehr angehört. (rom)

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