Rheinfelden
Schweizer Shrimpsfarm erhöht ihr Aktienkapital – und plant eine Expansion

Die Swiss Shrimp AG will mit einer Aktienkapitalerhöhung zusätzliche Mittel für die Realisierung der nächsten Entwicklungsschritte beschaffen. Im Raum steht die Erweiterung des Standorts in Rheinfelden – aber auch eine Expansion im Ausland.

Nadine Böni
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Die Swiss Shrimp AG hat einen guten Start am Markt hingelegt, wurde durch Corona aber ausgebremst – nun soll das Unternehmen expandieren.

Die Swiss Shrimp AG hat einen guten Start am Markt hingelegt, wurde durch Corona aber ausgebremst – nun soll das Unternehmen expandieren.

Simon Von Gunten / zvg

Pünktlich zur Grillsaison bringt die Crevettenzucht Swiss Shrimp AG ihre neueste Kreation auf den Markt: die Box «Grillzeit». Neben 16 Shrimps sind darin unter anderem ein Glas Fleur des Alpes von den Schweizer Salinen sowie Bier-Senf und Bier der Brauerei Feldschlösschen enthalten. «Ein echtes Fricktaler Päckli also», sagt Geschäftsführer Rafael Waber.

Ein echt grosses Päckli schnürt das Rheinfelder Unternehmen derweil im Hintergrund: Mit einer Erhöhung des Aktienkapitals will die Swiss Shrimp AG zusätzliche Mittel beschaffen. Waber sagt:

«Wir stehen jetzt an einem Punkt, wo wir uns und unsere Stärken kennen und uns weiterentwickeln wollen. Es geht nun um gesundes Wachstum.»

Ab sofort werden demnach maximal 10'000 Aktien zu je 800 Franken herausgegeben, wobei «grössere Aktienpakete» bevorzugt behandelt würden, so Waber.

Zwei Optionen für Entwicklung

Wie genau dieses Wachstum aussieht, ist noch nicht klar. Im Raum stehen zwei Optionen. Zum einen die Erweiterung des Standorts in Rheinfelden. «Die Shrimpsfarm wurde bereits beim Bau vor drei Jahren auf eine mögliche Erweiterung ausgelegt, es gibt entsprechend Reserveflächen vor Ort», sagt Waber. Denkbar wäre etwa, dass das Unternehmen künftig auch geschälte Shrimps anbietet – und diesen Arbeitsschritt direkt in Rheinfelden ausführen würde.

Geschäftsführer Rafael Waber will die Swiss Shrimp AG weiterentwickeln – am Standort in Rheinfelden oder mit Kooperationen im Ausland.

Geschäftsführer Rafael Waber will die Swiss Shrimp AG weiterentwickeln – am Standort in Rheinfelden oder mit Kooperationen im Ausland.

Sandra Ardizzone (9. September 2019)

Zum anderen ist da die Option, international zu expandieren. Das Businessmodell der Schweizer Crevettenfarm mit Aufzucht vor Ort und der konsequent nachhaltigen Strategie – jüngst etwa wurde auf der Produktionshalle eine Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen – werde auch im Ausland wahrgenommen, sagt Waber.

Die Hälfte der Aktionäre investiert weiter

Immer wieder erreichen ihn entsprechende Anfragen aus Europa, aber auch aus Asien oder Afrika. Gespräche mit allfälligen Interessenten laufen. Klar ist für den Geschäftsführer, dass eine Kooperation mit Partnern vor Ort nur dann möglich ist, wenn diese sich an die Standards der Swiss Shrimp AG halten. Oder wie Waber sagt:

«Wir suchen Kooperationspartner, die unsere Affinität für Nachhaltigkeit und Konsequenz teilen.»

Die Erhöhung des Aktienkapitals gäbe «die nötige Flexibilität für die weitere Ausarbeitung der Optionen», sagt Waber. Wie bei einem solchen Schritt üblich und vorgeschrieben, wurden zunächst die bereits bestehenden gut 150 Aktionärinnen und Aktionäre angefragt. Rund die Hälfte davon investiere weiter, sagt Waber.

Bis Ende August läuft die Kapitalerhöhung. Es sei schwierig, aktuell einen Zeithorizont für die Erweiterung zu nennen. «Alles ist stark von der weiteren Entwicklung der Gastronomie abhängig», so Waber. Aktuell rechnet er damit, dass es im kommenden Jahr konkret werden könnte.

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