Behördentreffen

Raubtiershow verzückt die deutschen Nachbarn

Grenzüberschreitendes Anstossen: Franco Mazzi, Wolfgang Fischer, Klaus Eberhardt und Romuald Stalder (v.l.). zvg

Grenzüberschreitendes Anstossen: Franco Mazzi, Wolfgang Fischer, Klaus Eberhardt und Romuald Stalder (v.l.). zvg

Wie jedes Jahr trafen sich die Behörden der beiden Rheinfelden – dieses Mal mit Besuchen in Olsberg und Möhlin. Eine Raubtiershow und das Abendrot verzückten die deutschen Nachbarn.

Stadtammann Franco Mazzi begrüsste Oberbürgermeister Klaus Eber-hardt, Bürgermeister Rolf Karrer, die Vertreter der beiden Verwaltungen und Stadträte beider Rheinfelden bei der Schifflände in Rheinfelden (CH), von wo aus die Tour mit dem Bus startete.

Nachdem im letzten Jahr die Rheinfelder Ortsteile Adelhausen, Eichsel und Minseln besucht worden waren, standen diesmal Besuche von Olsberg und Möhlin auf dem Programm.

«Das sind aber keine Ortsteile, sondern eigenständige Gemeinden», erklärte Franco Mazzi den deutschen Behördemitgliedern. «In der Schweiz haben wir keine vergleichbare Gemeindereform wie in Deutschland durchgeführt.»

Blick in die Klosterkirche

In der Gemeinde Olsberg begrüsste der Gemeindeammann Romuald Stalder die Besucher beim ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster. In dem Kloster ist heute das Stift Olsberg, ein Internat für lernschwache Schüler, untergebracht.

Der Gemeindeammann stellte den deutschen Behörden sein Dorf etwas näher vor: Olsberg sei eine kleinere Gemeinde mit rund 380 Einwohnern und der Besonderheit, dass sich das Dorf über zwei Kantone, Aargau und Baselland, erstreckt.

Urs Jakob, der Leiter des Stifts Olsberg, ermöglichte allen Interessierten einen Blick in die schöne, alte Klosterkirche. Romuald Stalder stellte auch Wolfgang Fischer, Bürgermeister in Olsberg in Nordrhein-Westfalen, vor, der zu Besuch in der Schweiz war. Die beiden Olsberg sind städtepartnerschaftlich miteinander verbunden.

Raubtiershow aus Sibirien

Nahe Olsberg liegt der Hof von Jürg Jenny, der auf der Sennweide elf Raubkatzen hält. Jürg Jenny war früher ein Raubtierdompteur, der sich nach Aufgabe des Zirkuslebens mit seinen Tieren dort niederliess.

Seinen Besuchern zeigte Jürg Jenny eine faszinierende Raubtiershow mit vier sibirischen Tigern, drei Löwen und zwei Leoparden. Furchtlos betrat Dompteur Jenny den Käfig und liess die Raubkatzen Kunststücke vorführen.

Nach kurzer Busfahrt war die Ankunft in der Gemeinde Möhlin, wo Gemeindeammann Fredy Böni mit Freude die Gemeinde Möhlin vorstellte. Möhlin habe etwa 10 500 Einwohner und grenze ans Schweizer Rheinfelden, an Magden, Maisprach, Zeiningen und Wallbach an. Gegenüber auf der andern Rheinseite liegt Schwörstadt.

Abendessen im Abendrot

Oberbürgermeister Klaus Eber-hardt hob hervor: «Im Zuge unserer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist neben allen Projekten das Behördentreffen immer ein ganz besonderer Anlass. Einerseits spricht man natürlich über zentrale Themen und stimmt sich ab, aber gleichzeitig lernt man so auch die Umgebung besser kennen.»

Als besonders schönen Ort pries Fredy Böni das Waldhaus Möhlin, wo die Vertreter der beiden Rheinfelden zum gemeinsamen Abendessen einkehrten. Der Ausblick über Möhlin auf die deutsche Rheinseite bei einem wunderbaren Abendrot bestätigte die Worte des Gemeindeammanns. (az)

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