«Wings of Ikarus»

Punkt Mitternacht hebt der Oberhofer Adler ab: Die erste Single von Sänger Andreas Obrist

Den Song «Flying Eagle» hat Andreas Obrist, der sich als Sänger Wings of Ikarus nennt, mit 16 Jahren geschrieben.

Den Song «Flying Eagle» hat Andreas Obrist, der sich als Sänger Wings of Ikarus nennt, mit 16 Jahren geschrieben.

Andreas Obrist aus Oberhof gibt heute seine erste Single heraus – sie wird in über 200 Online-Shops gestreamt.

Heute Samstag, Punkt Mitternacht, startet der Adler zu seinem Erstlingsflug: Die erste Single von Andreas Obrist, «Flying Eagle», wird dann in über 200 Online-Shops veröffentlicht. Gleichzeitig geht auch ein aufwendig produziertes Musikvideo zum Song online, was bei einem Debüt nicht selbstverständlich ist.

«Ich freue mich extrem und bin megagespannt, wie der Song ankommt», sagt der 28-Jährige aus Oberhof, der sich als Sänger Wings of Ikarus nennt. Obrist holt seinen Laptop, lässt den Song laufen. Erst eine Handvoll Menschen haben den Song, der von der Aargauer Produzentin Sunjita eingespielt wurde, gehört.

Die Melodie ist balladig-eingängig, der Text stark, die Stimme rauchig wuchtig, der Sound massentauglich. Der Song handelt vom Wunsch nach Freiheit, von der Verarbeitung von Gefühlen – und will den Hörern sagen: Lebt den Moment, dann tragen euch die Flügel weg.
Obrist schaut gebannt in den Bildschirm, wie das Video läuft. Seine Augen strahlen. Man merkt ihm an, dass er «megastolz» auf sein musikalisches Baby ist. «Ich muss mir das Video immer wieder ansehen», bekennt er. Er sei vor allem auch dankbar, dass Sunjita und das Filmstudio Parahill Pictures in Baden dieses Ergebnis ermöglicht haben.

Obrist setzt sich wieder an den kleinen Bistrotisch auf dem Balkon seiner Wohnung, nippt am Kaffee. Auf den beiden Armen prangt je ein Flügel-Tattoo. Es ist mehr als ein Symbol, es ist Teil seines (musikalischen) Selbstverständnisses, was auch sein Künstlername, die Flügel des Ikarus, aufgreift. «Der Name zeigt den Zwiespalt zwischen Höhen- und Tiefflug», erklärt er und will es auch als Symbol seines musikalischen Schaffens verstanden wissen: «Ich nehme mir die Freiheit, die Musik unterschiedlich auszuleben, und will flexibel bleiben.» Auf eine musikalische Stilrichtung lässt er sich denn auch «nur ungern» festlegen, sagt dann auf Nachfrage, am ehesten treffe es wohl «Pop».

Obrist, in Oberhof, einer kleinen Gemeinde im Fricktal, aufgewachsen, breitete seine musikalischen Flügel recht spät aus. Mit 16 gründete der Sänger mit Kollegen eine Band, begann gleichzeitig eigene Stücke zu komponieren. In dieser Zeit entstand auch die erste Version von «Flying Eagle».

Die Ähnlichkeit mit DJ Bobo

12 Jahre und einige Versionen später ist der Song heute ein anderer. «Er hat sich zu einem persönlichen Song entwickelt», bilanziert Obrist. Die endgültige Version passe viel besser auf ihn als die ursprüngliche.

Bei dem einen Song soll es nicht bleiben. Bereits arbeitet Obrist, der derzeit an der Höheren Fachschule für Gesundheit und Soziales studiert, zusammen mit seiner Produzentin an einer zweiten Single. Diese soll gegen Ende Jahr erscheinen. «Ziel ist natürlich ein eigenes Album», so Obrist.

Und, ja, natürlich hätte Obrist gerne den Erfolg, den sein berühmter Doppelgänger hat: DJ Bobo. Er lacht. «Ich werde häufig auf die Ähnlichkeiten mit DJ Bobo angesprochen», sagt er, fügt noch schnell hinzu: «Dem jungen Bobo natürlich.» Die Ähnlichkeit besteht, ohne Frage. Mit einem haarigen Unterschied allerdings.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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