Möhlin/Rheinfelden

Pipeline für die Salz-Sole unter dem Fuss- und Radweg

In diesem Weg (hinten die Saline) wird die Leitung verlegt. Fotos: chr

In diesem Weg (hinten die Saline) wird die Leitung verlegt. Fotos: chr

Erschliessung des Bohrfeldes Zelgli ist in 2 bis 3 Jahren durch die Schweizer Rheinsalinen AG geplant. Erster Schritt ist die Erstellung einer Sole-Leitung von der Saline Riburg bis zum Bahndamm SBB beim Bahnhof Möhlin.

Der Untergrund im Raum Rheinfelden/Möhlin weist immense Salzvorkommen auf.

Die in Tiefen von mehr als 200 Meter unter dem Rheinpegel vorkommenden Steinsalzschichten werden durch Bohrungen erschlossen und mit Wasser ausgelaugt.

Die so gewonnene, konzentrierte Salzlösung, die Sole, fliesst in Pipelines in die Saline Riburg.

Die Schweizer Rheinsalinen AG, Pratteln, hatte in Möhlin und Rheinfelden das Gesuch für den Neubau einer Soleleitung von der Saline Riburg bis zum Bahndamm SBB beim Bahnhof Möhlin eingereicht, mit gleichzeitiger Instandstellung beziehungsweise Ausbau des Fuss- und Radweges mit Schwarzbelag bis zur Neuen Kantonsstrasse 495.

Das Trassee befindet sich sowohl auf Möhliner als auch auf Rheinfelder Gemeindebann in diversen Parzellen im Gebiet Langi Rütene.

Wie die Aargauer Zeitung in Erfahrung bringen konnte, gab es gegen das Baugesuch keine Einsprachen.

Ausbauprojekt des Weges

Die Erstellung der Soleleitung ist in einem grösseren Zusammenhang zu sehen, denn die Schweizer Rheinsalinen AG beabsichtigt, in den kommenden 2 bis 3 Jahren das Bohrfeld Zelgli zu erschliessen.

Somit wird mit dem Ausbauprojekt Fuss- und Radweg Riburgerstrasse bis Bahndamm die erste Etappe der neuen Soleleitung in diesem Abschnitt realisiert.

Neben Pfeffer und Gewürzen nimmt Salz in der Küche eine zentrale Stellung ein. Nach welchen Regeln auch immer gekocht oder gebacken wird: In seiner Wirkung ist Salz als Geschmacksverstärker einzigartig. Der beste Beweis ist Brot ohne Salz – es schmeckt fade.

Wie aber kommt das Salz in die Küche? Nachdem die Steinsalzschichten aufgelöst sind, wie eingangs beschrieben, fliesst die Salzlösung in Pipelines zum Sammeltank des Bohrfeldes und von dort zur Saline.

In der gesättigten Rohsole sind pro Liter 310 Gramm Kochsalz und 6 bis 8 Gramm Kalzium- sowie Magnesiumsalze gelöst. Diese Nebensalze würden den Verdampfer verkrusten und werden deshalb weitgehend abgetrennt. Dies geschieht in zwei Arbeitsschritten durch die Zugabe von Kalk, Kohlensäure und Soda.

Die enthärtete Sole gelangt in den Verdampfer, wo der Kristallisationsprozess beginnt. Heizdampf von 140 Grad Celsius bringt die Sole zum Sieden. Salz kristallisiert aus.

Die wachsenden Kristalle sinken zum Verdampferboden, wo sie zur Zentrifuge ausgeschleust und dort von der anhaftenden Sole befreit werden. Fliessbetttrockner entfernen die restliche Feuchtigkeit, bevor das Salz weiterverarbeitet und gelagert wird.

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