Albbruck (D)

Nahe Schweizer Grenze: Bergretter bergen Toten an steiler Felswand

Bergretter aus Bernau, Höchenschwand und Todtmoos übernahmen am Montag die Bergung des Toten, den Spaziergänger am Sonntag im Albtal entdeckt hatten. In dem unzugänglichen Gelände wurde auch ein Helikopter mit Winde eingesetzt. Doch wer war der Tote?

Nach dem Fund eines Toten am vergangenen Sonntag im Albtal bei Albbruck-Schachen laufen derzeit die gerichtsmedizinischen Untersuchungen. Die Polizei wird im Verlauf des Tages möglicherweise weitere Informationen zu den Ergebnissen weitergeben. Albbruck liegt gegenüber der Fricktaler Gemeinde Schwaderloch, die wiederum ans Zurzibiet grenzt. 

Mysteriöser Toter an Schweizer Grenze

Mysteriöser Toter an Schweizer Grenze.

Die Bergung des Toten übernahmen am Montag Bergretter der Ortsgruppen Bernau, Höchenschwand und Todtmoos. Die Ortsgruppen wurden bereits am Vortag gegen 17.20 Uhr alarmiert, nachdem Spaziergänger von weitem eine Person nahe der Alb in unwegsamem Gelände entdeckt und einen Notruf abgesetzt hatten.

Die Stelle, wo sie den Mann gesehen hatten, konnten sie nur grob beschreiben, so dass mehrere Bergretter in der Schlucht mit ihrer Suche begannen. Die Bergwacht Bernau, die über den Einsatz auf ihrer Facebook-Seite berichtet, beschreibt das Gelände so: Es ist geprägt durch bis zu 90 Meter hohe Felswände und wird durch die Alb geteilt.

Die Bergretter fanden den Mann am Sonntag vor Einbruch der Dunkelheit in steilem und unwegsamem Gelände, weit weg von begehbaren Wegen. Gleich sei klar gewesen, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam, berichtet die Bergwacht Bernau. Bergretter brachten einen Notarzt, der den Tod amtlich feststellte, und einen Beamten der Kriminalpolizei an die Stelle.

Retter arbeiteten reibungslos zusammen

In Absprache mit der Kripo wurde die Bergung aufgrund der einsetzenden Dunkelheit auf den Montag festgesetzt.

Bergretter führten am Montag Kripobeamte und Beamte der Spurensicherung an die Fundstelle. Danach konnten die Bergretter en Toten bergen und auf ein kleines Vorfeld der Alb bringen. Mit Hilfe eines Polizeihelikopters mit Winde, der aus Stuttgart kam, gelang die Bergung aus der Schlucht.

Dazu merkt die Bernauer Bergwacht an, dass die Bergwacht Schwarzwald bei Windenrettungen für Verletzte und zu rettende Menschen üblicherweise mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht, der Rega, zusammenarbeitet. In diesem Fall arbeiteten bei einer Windenbergung im Schwarzwald Polizei und Bergwacht zum ersten Mal zusammen. 

Der Fund weckt unschöne Erinnerungen: Erst im vergangenen Dezember hatte ein Spaziergänger im Wald bei Waldshut-Tiengen (D), das wenige Kilometer von Albbruck entfernt liegt, einen Sack mit einem Torso einer zerstückelten Frauenleiche gefunden. Wochenlang schien die Polizei im Dunkeln zu tappen. Anfang März nahmen die Ermittler dann aber überraschend einen Verdächtigen fest. 

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