Das Zelt im Aussenbereich des Landi-Ladens am Gerenweg in Gipf-Oberfrick ist geräumig und dient als zusätzliche Verkaufsfläche – aber es steht leider zu nahe am Schuppen auf dem benachbarten Grundstück. Es müsste aus feuerpolizeilichen Gründen weiter weg aufgestellt und damit ein grösserer Abstand eingehalten werden.

Nie eine (Bau-)Bewilligung erteilt

Bei der Gemeinde Gipf-Oberfrick kennt man die Situation mit dem Zelt bei der Landi. Verschärfend kommt hinzu, dass sich das dortige Grundstück nicht etwa in der Gewerbe-, sondern in der Kernzone befindet. Wie die Aargauer Zeitung in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich beim Verkaufszelt um ein Provisorium, denn eine (Bau-)Bewilligung hat die Gemeinde nie erteilt.

Doch den Brandschutzvorschriften nachzukommen ist beim lediglich etwa 2 Meter vom erwähnten Schuppen entfernt stehenden Zelt schier unmöglich – es stellen sich deshalb nicht zuletzt auch versicherungstechnische Fragen.

Gartenmöbel, Motorroller und Rasenmäher sind gegenwärtig in dem für die Kundschaft frei zugänglichen Verkaufszelt ausgestellt, sowie Grillgeräte, Holzkohle, Feuerholz, Sonnenschirme und so weiter. Also sehr viele Artikel für die bevorstehende Sommer-, Garten- und Grillsaison befinden sich in dem etwa 20 Meter langen und 6 Meter breiten Zelt.

Zustand langfristig nicht tragbar

Langfristig ist dieser Zustand nicht tragbar, erfuhr die Aargauer Zeitung, weshalb der Gemeinderat der Genossenschaft Landi Frila mit Sitz in Eiken eine Frist von 2 Jahren – bis zum Sommer 2016 – gesetzt hat, um die Situation zu bereinigen. Denkbar wäre eine angepasste Raumaufteilung, eventuell verbunden mit einer Gesamtplanung und Integrierung des übrigen Landi-Areals. Schliesslich hat die Landi Frila ja selber ein Interesse daran, die durch den Abbruch des alten Silo-Turms entstandene Freifläche auf der Rückseite der bestehenden Gebäulichkeiten einer neuen Nutzung zuzuführen, wie verlautete. Die Gemeinde erwartet deshalb die entsprechenden Impulse seitens der Genossenschaft.

In ihren Laden in Gipf-Oberfrick investierte die Landi Frila bereits einiges, wurden doch das Ladenlayout angepasst, mehrere Regale durch neue ersetzt und zusätzliche Verkaufsträger platziert. Die Warenpräsentation wurde vollständig überarbeitet und eine neue, moderne Kassenstation eingerichtet. Wie dem Geschäftsbericht 2013 entnommen werden kann, verfehlten diese Massnahmen ihre Wirkung nicht. Denn nach einem guten Vorjahr konnte der Umsatz erneut, diesmal sogar um beachtliche 8 Prozent, gesteigert werden. «Einen Dämpfer in unseren Anstrengungen, die Attraktivität des Landi-Ladens weiter zu steigern, mussten wir allerdings hinnehmen», heisst es im Geschäftsbericht.

Weniger Aussenverkaufsfläche

Und weiter: «Die Gemeinde teilte uns mit, dass sie die feste Montage des Verkaufszeltes auf einem Teil des Parkplatzes nicht akzeptieren werde und wir diese Baute in einem noch zu bestimmenden Zeitraum zu entfernen hätten. Somit wird gedeckte Aussenverkaufsfläche wegfallen, von der wir an diesem Standort generell viel zu wenig haben, um unsere Waren präsentieren zu können.»