Laufenburg

Konzession läuft aus: Woher kommt künftig das Wasser?

Aktuell kommt das Leitungswasser in Laufenburg aus dem Ort. Das könnte sich in Zukunft ändern. (Symbolbild)

Aktuell kommt das Leitungswasser in Laufenburg aus dem Ort. Das könnte sich in Zukunft ändern. (Symbolbild)

Im Jahr 2022 laufen die Konzessionen für die beiden Laufenburger Grundwasserfassungen aus. Der Kanton hat klargemacht, dass diese gestützt auf die Gewässerschutzverordnung des Bundes nicht verlängert werden, da die Fassungen in bebautem Gebiet liegen und somit nicht mehr gesetzeskonform sind. Nicht einverstanden ist damit der Laufenburger Souverän. Er hat an der Gemeindeversammlung im November 2016 einen Kredit für Abklärungen für eine neue Grundwasserfassung zurückgewiesen und dem Stadtrat aufgetragen, Abklärungen zu treffen, wie der Betrieb der bestehenden Fassungen für die Zukunft sichergestellt werden könne.

Allerdings sagt Christoph Mahr, Fachspezialist Grundwasser beim Kanton: «Es gibt keinen Spielraum, das Bundesgesetz muss eingehalten werden.» Dies sei den Gemeinden schon seit einiger Zeit bekannt. Um die Fassungen weiter betreiben zu können, müsste ein Grossteil der Bauten, die sich in der Grundwasserschutzzone befinden, entfernt werden, erklärt der zuständige Stadtrat Christian Rüede. Darunter seien etwa Spital, Altersheim, Bahnlinie und Firmen-Gebäude. «Dass dies nicht realistisch ist, ist klar», so Rüede. Ein Weiterbetrieb der Fassungen werde deshalb nicht möglich sein.

Eine Arbeitsgruppe, der laut Rüede auch Vertreter von CVP und FDP, die 2016 gegen den Kredit opponierten, angehören, prüft derzeit Alternativen. Neben dem Wasserbezug in Deutschland sei eine Option eine neue Fassung im Gebiet Energiedienst/Rüchi. Probebohrungen seien angedacht. Für ein Untersuchungsprogramm beantragt der Stadtrat nun an der Gemeindeversammlung im Juni einen Kredit von 70 000 Franken. Klar ist aber: «Für eine Realisierung bis 2022 wird es eng», so Rüede. Der Kanton habe aber signalisiert, dass eine «minimale Verlängerung» möglich sei, «falls wir an der Realisierung einer neuen Fassung sind». Und was, wenn sich der Souverän weiter gegen eine solche wehrt? «Präzedenzfälle gibt es nicht», sagt Mahr. Doch es gelte das Vorsorgeprinzip. «Die Gemeinde muss ihre Bürger schützen und haftet bei einer Trinkwasserverunreinigung mit.» (mf)

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