Kaisten
Verzögerung im Hochbau bremst Baustart für Begegnungszone im Mitteldorf aus

Aufgrund weltweiter Lieferengpässe wichtiger Komponenten hinkt der Hochbau des Projekts Dorfmitte-Kaisten einige Monate hinterher. Dies führt dazu, dass die Gemeinde den Baubeginn für die Begegnungszone auf Frühjahr 2023 verschiebt. Dies, weil in den Wintermonaten kein guter Gussasphalt verbaut werden kann.

Dennis Kalt
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Hier soll im nächsten Jahr der neue Dorfplatz in der Begegnungszone im Kaister Mitteldorf entstehen.

Hier soll im nächsten Jahr der neue Dorfplatz in der Begegnungszone im Kaister Mitteldorf entstehen.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Die Vorfreude über die neue Begegnungszone im Kaister Mitteldorf ist gross. Die Baubewilligung liegt vor, die Ausgaben für die Neugestaltung sind mit 495’000 Franken ins Budget gestellt, der Termin für die Fertigstellung ist – oder besser: war – auf Herbst terminiert. Denn daraus wird nichts.

Der Grund: Die JKB Immobilien AG realisiert dort mit der «Dorfmitte-Kaisten» fünf Neubauten mit insgesamt 6 Eigentums- und 17 Mietwohnungen, einem Gewerberaum und einem Einfamilienhaus. Geplant war, dass die Gemeinde im Anschluss an das Überbauungsprojekt die Platzgestaltung samt Sanierung der Werkleitungen für die neue Begegnungszone vornimmt.

Erste Gebäude werden ab Mai bezogen

Wegen weltweiter Lieferengpässe kommt es beim Projekt Dormitte-Kaisten im Hochbau zu Verzögerungen.

Wegen weltweiter Lieferengpässe kommt es beim Projekt Dormitte-Kaisten im Hochbau zu Verzögerungen.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Doch aufgrund der «drei- bis viermonatigen Verzögerung im Hochbau, bedingt durch die weltweiten Lieferengpässe bei einigen wichtigen Baukomponenten, müssen diese Arbeiten auf den Frühling 2023 verschoben werden», schreibt die Gemeinde nun in einer Mitteilung. Eigentlich war der Bezug der Überbauung in den ersten Monaten 2022 geplant. Doch nun werden die Gebäude erst im Mai respektive im Juli bezogen.

Gemäss Gemeindeschreiber Manuel Corpataux benötigte die komplette bauliche Umsetzung der Begegnungszone zwischen fünf und sechs Monaten. Bei einem Baubeginn noch dieses Jahr würde dies dazu führen, dass ein Teil der Arbeiten auf den Winter fällt. Doch temperaturbedingt könne im Winter kein guter Gussasphalt verbaut werden. So sagt denn auch Corpataux:

«Es geht darum, die Bauarbeiten in einem Zug abschliessen zu können.»

Aus der Verschiebung des Baustarts resultieren auch keine Nachteile, fügt Corpataux an.

Vorgesehen ist den Gussasphaltbelag der Begegnungszone mit hellen Kreisen zu versehen, die Konfetti symbolisieren sollen und auf die im Dorf fest verankerte Fasnachtstradition anspielen. Corpataux sagt:

«Auf dem Platz sind entsprechend der Grösse vielfältige Anlässe, etwa die Fasnachtseröffnung, möglich.»

Hierfür wird der Platz zwischen der Raiffeisenbank und dem ehemaligen Restaurant Gambrinus nicht bebaut, sondern eben für diesen neuen Gemeinschaftsplatz genutzt. Diese Fläche bildet mit der Strasse Mitteldorf eine Begegnungszone, in der Fussgänger und Velofahrer Vortritt haben.

Ein Platz als Treffpunkt für die Bevölkerung

Der Verkehr kann noch zirkulieren auf der Fläche, allerdings nur im Schritttempo. Zusätzlich sollen Bäume den Platz strukturieren, Sitzmauern und eine Feuerstelle zum Verweilen einladen und den Platz zum Treffpunkt für die Bevölkerung machen.

Indes ist die Vermarkung der neuen Wohnobjekte der Dorfmitte-Kaisten positiv verlaufen. Gemäss Website sind drei der sechs Eigentumswohnungen verkauft, die anderen drei reserviert. Der Kaufpreis für die 3,5-Zimmer-Wohnungen bewegt sich zwischen 575’000 und 630’000 Franken.

Vom Markt ist auch das 5,5-Zimmer-Einfamilienhaus, dessen Kaufpreis mit 995’000 Franken inseriert war. Für die insgesamt 17 Mietwohnungen sind bereits 14 Mietparteien gefunden.

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