Interview
Als Gemeindeschreiber prägt er das Mettauertal: Seit 15 Jahren arbeitet Florian Wunderlin für die Gemeinde

Dem 46-Jährigen war das Mettauertal zunächst nicht sehr geläufig. Doch er konnte sich schnell mit der Gemeinde identifizieren. Im Interview erzählt der Verwaltungsleiter, wie er den Fusionsprozess erlebt und wie sich die Gemeinde in den letzten Jahren entwickelt hat.

Thomas Wehrli
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Florian Wunderlin, 46, ist seit 2006 Gemeindeschreiber von Mettauertal – vor der Fusion in Wil.

Florian Wunderlin, 46, ist seit 2006 Gemeindeschreiber von Mettauertal – vor der Fusion in Wil.

Bild: zvg

Aus fünf mach eins: Vor elf Jahren fusionierten fünf der sechs Gemeinden im Mettauertal zur gleichnamigen Gemeinde. Es war für alle Beteiligten eine spezielle Zeit und eine intensive, wie Gemeindeschreiber Florian Wunderlin im Rückblick sagt. Der 46-Jährige erlebte den Fusionsprozess als Gemeindeschreiber von Wil mit und ist seit 2010 Verwaltungsleiter von Mettauertal. Insgesamt arbeitet Wunderlin seit 15 Jahren für die Gemeinde; am 1. Mai 2006 hatte er seinen ersten Arbeitstag im Mettauertal.

«Er hatte sich rasch mit der Gemeinde identifiziert und tut dies bis heute», würdigt die Gemeinde seine Arbeit in einer Medienmitteilung. Auch in der neuen Gemeinde Mettauertal sei der Draht zur Bevölkerung hervorragend. «Die Fachkompetenz, die Loyalität und mittlerweile auch die grosse Erfahrung machen Florian Wunderlin zu einem Gemeindeschreiber, den sich wohl auch andere Gemeinden wünschen würden», heisst es in der Mitteilung weiter.

Herr Wunderlin, was führte Sie 2006 ins Mettauertal?

Florian Wunderlin: Für mich war es eine perfekte Einstiegsmöglichkeit als Gemeindeschreiber. Da ich zwar auf der Gemeindeverwaltung meine Ausbildung absolviert hatte, aber seither schon einige Zeit nicht mehr auf einer Gemeinde gearbeitet hatte, war es für mich eine gute Gelegenheit.

Was war Ihr erster Eindruck vom Mettauertal?

Als Steiner und Münchwiler bin ich ein waschechter Fricktaler, aber das Mettauertal war mir nicht sehr geläufig. Mein erster Eindruck war aber sehr positiv. Der Gemeinderat und die Bevölkerung waren sehr offen und herzlich.

Wie hat sich Ihr erster Eindruck verändert?

Der Eindruck ist unverändert. Auch seit dem Gemeindezusammenschluss sind die Begegnungen sehr positiv und entgegenkommend.

Wie schwer war es, im Tal Fuss zu fassen?

Es war nicht sehr schwer. Vor allem bei den offiziellen Gemeindeanlässen gab es immer wieder Gelegenheit, sich mit der Bevölkerung auszutauschen.

Was war Ihr bisheriges Highlight?

Der Gemeindezusammenschluss war sicherlich das grösste Highlight. Aber auch die tägliche Zusammenarbeit mit dem Team und dem Gemeinderat schätze ich sehr. Die gemeinsamen Anlässe sind natürlich auch ein Highlight. Ich denke da an Gemeinderatsreisen oder an die Personalausflüge.

Wie haben Sie den Fusionsprozess erlebt?

Der Fusionsprozess war aufgrund der relativ kurzen Vorbereitungszeit sehr intensiv. Ausserdem war es einer der ersten Zusammenschlüsse von fünf Gemeinden mit vielen neuen und teilweise unerwarteten Themen, welche behandelt werden mussten. Der Umzug der Gemeindeverwaltung von Wil nach Oberhofen und dann nach Mettau war besonders herausfordernd. Dank der Zusammenarbeit mit der Umsetzungskommission und der Unterstützung durch das Personal konnte der Zusammenschluss dann erfolgreich abgeschlossen werden. Die Einweihungsfeier ins neue Gemeindehaus und der erreichte Entschuldungsbeitrag für die Gemeinde waren eine lohnende Entschädigung für den grossen Aufwand.

Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Die politischen Prozesse und die Drehscheibenfunktion als Gemeindeschreiber beeindrucken mich immer wieder.

Wie hat sich die Gemeinde in den letzten zehn Jahren entwickelt?

In der letzten Zeit ist die Einwohnerzahl markant gestiegen. Aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Situation ist davon auszugehen, dass das Wachstum noch anhalten wird.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Natürlich Gesundheit und dass sich die Gemeinde positiv weiterentwickeln wird.