Fricktal

In der Altstadt soll am Sonntag die Kasse klingeln

Hofft auf einen guten Umsatz diesen Sonntag: Claudine Hirt, Inhaberin des Geschäfts Trag-Werke in Rheinfelden. Dennis Kalt

Hofft auf einen guten Umsatz diesen Sonntag: Claudine Hirt, Inhaberin des Geschäfts Trag-Werke in Rheinfelden. Dennis Kalt

Rund 40 Geschäfte in Rheinfelden öffnen am verkaufsoffenen Sonntag. In Frick und Möhlin verzichten die allermeisten Läden darauf. 8 Supermärkte insgesamt betreiben Coop und Migros im Fricktal. Von diesen hat nur einer – der Migros-Supermarkt in Rheinfelden – diesen Sonntag geöffnet.

In zwölf Tagen ist Heiligabend. Für so manch einen ist Weihnachten ohne die Bescherung nur halb so schön. Für diejenigen, die noch auf der Suche nach Präsenten sind, bietet sich am Sonntag, dem 16. Dezember, die Möglichkeit, die Einkaufstaschen zu füllen. Die AZ hat nachgefragt, wie es die Geschäfte im Fricktal mit dem verkaufsoffenen Sonntag halten.

«Wir haben den Inhabern empfohlen, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr ihre Läden zu öffnen», sagt Marco Veronesi, Präsident von Rheinfelden Pro Altstadt. Veronesi geht davon aus, dass alle Ladenbesitzer der Empfehlung nachkommen. Mit einer flächendeckenden Öffnung des Gewerbes in der Altstadt sollen «Synergieeffekte» erzielt werden, die dafür sorgen, dass der Umsatz ladenübergreifend angekurbelt wird, so Veronesi.

«Die Kunden nehmen sich Zeit»

Eine Detaillistin, die am Sonntag offen haben wird, ist Claudine Hirt. In ihrem Laden Trag-Werke bringt sie in der Marktgasse Taschen, Gürtel, Lampen, Möbel und Accessoires an die Kunden. «Am Sonntag ist die Marktgasse gut frequentiert. Zudem nehmen sich die Leute viel Zeit. Oftmals besuchen Mann und Frau dann gemeinsam das Geschäft, um sich ein Möbel- oder Einrichtungsstück gemeinsam auszusuchen», sagt Hirt.

Im Gegensatz zu Pro Altstadt geben der Gewerbeverein Region Frick-Laufenburg (Geref) und der Gewerbeverein Möhlin und Umgebung (Gmu) keine Empfehlungen an die Geschäfte ab. «Jeder Detaillist weiss für sich am besten, ob es sich lohnt, diesen Sonntag zu öffnen», sagen Geref-Vorstand Daniel Müller und Gmu-Präsidentin Anita Kym unisono. Anscheinend tut es dies für die Geschäfte in Frick und Möhlin nicht: Von neun angefragten Detaillisten – fünf aus Möhlin und vier aus Frick – haben alle die Frage verneint, ob sie am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet haben. «Wenn, dann gehen die Leute in die grossen Städte, um einzukaufen», sagt Peter Frey, der an der Fricker Hauptstrasse unter anderem Schmuck und Uhren verkauft. Barbara Meier, Inhaberin von «Wohn Ambiente» in Frick, schliesst sich an. «Hier ist am Sonntag nicht viel los.» Zudem habe sie bereits am Sonntag, dem 23. Dezember, geöffnet. «Es rechnet sich nicht, wenn die Belegschaft am Sonntag im Laden steht», sagt «Blüte mit Stiel»- Inhaberin Renate Hasler aus Möhlin.

Auch die Migros-Supermärkte im Fricktal bleiben am 16. Dezember geschlossen. Nicht beteiligt am verkaufsoffenen Sonntag sind auch alle fünf Fricktaler Coop-Filialen. Gleiches gilt für sämtliche Volg-Läden im Fricktal.

Autor

Dennis Kalt

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