Die Skipiste ist weiss – der Schneefall in den vergangenen Tagen verdeckt die letzten Grasspitzen. Dementsprechend läuft die Präparation der Skipisten in der Region auf Hochtouren. So auch in Wegenstetten. Bereits heute Nachmittag wird der Skilift Föhrlimatt in Betrieb genommen. Am Abend lockt dann die Föhrlimatt mit Nachtskifahren.

Das ist nach vergangener Flaute-Saison eine willkommene Abwechslung, wie der Skiliftbetreiber Stefan Schreiber sagt. Ob die Skilifte Asp und Saalhöhe heute noch nachziehen werden, wird im Verlauf des Tages entschieden. Ob die Piste präpariert werden kann, ist unter anderem von der Schneequalität abhängig.

Pistenpräparation in Wegenstetten. (6.1.2017)

Mit Traktor: Pistenpräparation in Wegenstetten am vergangenen Freitag.

Auch die regionalen Sportartikelhändler erfreuen sich am Weiss von oben. Das Geschäft ist aber nicht überall gleichermassen gut angelaufen. Die Aussagen der Händler reichen von «früher war alles besser» und «so schlimm wie noch nie» bis zu «wir hatten schon schlechtere Jahre». Weshalb der Verkauf nicht richtig in Fahrt kommt, hat mehrere Gründe.

Die frostigen Temperaturen zum Jahresbeginn wirken sich klar auf das Geschäft mit den Skis und Snowboards aus. «Wir hatten vergleichsweise eine gute erste Januarwoche. Der Kälteeinbruch hatte schon viel gebracht, aber der Schnee ist Gold wert», sagt Regina Senn, die Geschäftsleiterin von «Schreiber Sport» in Wegenstetten.

Zwischen Hoffen und Bangen

Eine Prognose für diese Saison wagt Senn nicht. Zuversicht und Zufriedenheit klingen anders. Zunehmend mache ihr die Konkurrenz aus Deutschland zu schaffen. Trotz der Skilifteröffnung zweifelt sie an einer spürbaren Zunahme ihrer Kundschaft: «Die meisten, die hier Ski fahren, sind bereits ausgerüstet.» Anders klingt es beim Betreiber von «Longo-Sport», Rolf Weidmann, in Möhlin: «Wenn der Skilift in Wegenstetten aufmacht, dann merken wir das. Die Familien entscheiden sich nun eher, die Wintersportgeräte für eine ganze Saison zu mieten.»

Dass sich die Schweizer Wintersportler in Deutschland ausrüsten lassen, macht sich in der Region hauptsächlich im Verkauf bemerkbar. Die Vermietung leidet erst an zweiter Stelle. Weidmann sieht in jüngster Zeit sogar eine Besserung: «Viele der Schweizer kommen wieder zur Besinnung. Sie sehnen sich nach Qualität und einer guten Beratung.»

Am stärksten spürt der Sportartikelhändler Wernli in Frick die «Fremdkäufe» der Schweizer. Das geht sogar so weit, dass das Pensum gewisser Mitarbeiter gekürzt werden musste. «Wir stehen uns die Beine in den Bauch. Es gibt Tage, da vermieten wir keinen einzigen Ski», sagt Rachel Wälchli, stellvertretende Geschäftsleiterin.