Rheinfelden
Grösster Holzkuppelbau Europas wurde in Rheinfelden eingeweiht

Die Schweizer Rheinsalinen haben am Montag in Riburg bei Rheinfelden AG den grössten Holzkuppelbau Europas als neues Lager für Streusalz eingeweiht. Der «Saldome 2» verfügt über eine Kapazität von mehr als 100'000 Tonnen Salz.

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Rheinsalinen eröffnen den grossen Holzkuppelbau in Europa
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Vor der Eröffnung: Die Zusschauer auf dem Anmarsch zum Festakt.
Imposanter Anblick von Innen: Die Kuppel ist 31,6 Meter hoch und hat Platz für 10000 Tonnen Salz.
Verwaltungsrats-Präsident Urs Gasche bei der Eröffnungsansprache.
Der Aargauer CVP-Regierungsrat Roland Brogli hatte fast ein Heimspiel. Brogli kommt aus dem Fricktal.
Nicht nur die Besucher warem im «Saldome 2», auch Salz ist schon da.
Salzberge im neuen Saldome.
Zur Eröffnung gabs Festmusik vom Aargauer Symphonieorchester (ASO).
Bauarbeiten am "Saldome 2": 500 Fichten wurden für das Salzlager geschlagen (Archiv)
Der erste Salzhaufen im Saldome

Rheinsalinen eröffnen den grossen Holzkuppelbau in Europa

zvg

Die Lagerkapazität erhöht sich mit dem imposanten «Saldome 2» auf insgesamt 230'000 Tonnen Salz. Damit soll gemäss Schweizer Rheinsalinen ein Engpass von Streusalz auch in aussergewöhnlich strengen Wintern der Vergangenheit angehören.

Europas grösster Holzkuppelbau ist 31,6 Meter hoch und hat eine Spannweite von 120 Metern. Die Grundfläche beträgt 11'3000 Quadratmeter. Das entspricht der anderthalben Fläche eines Fussballfeldes.

Kosten: 26 Millionen Franken

Die Kosten für die Kuppel mit den zwei zusätzlichen Verladestationen für Lastwagen belaufen sich auf 26 Millionen Franken. Für die Holzkonstruktion waren im nahegelegenen Rheinfelder Forst rund 500 Fichten geschlagen worden.

Die Bauarbeiten dauerten rund ein Jahr. Der «Saldome 1» mit einer Lagerkapazität von 80'000 Tonnen war bereits 2005 in Betrieb genommen worden.

Im Landesinteresse

Die Investition in den «Saldome 2» sei ein «wirtschaftspolitischer Entscheid im Interesse des Landes», sagte Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Rheinsalinen und Nationalrat (BDP/BE), an der Eröffnungsfeier vor 400 Gästen.

Eine funktionierende Wirtschaft sei auch im Winter auf ein möglichst störungsfreies Strassennetz angewiesen, wird Gasche in einer Medienmitteilung weiter zitiert.

Die Rheinsalien mit Werken in Schweizerhalle BL und Riburg gehören den Schweizer Kantonen, dem Fürstentum Liechtenstein sowie der Südsalz GmbH, Bad Reichenhall. Nicht dabei ist der Kanton Waadt, der in Bex selbst Salz abbaut.

Fusion auf Prüfstand

Die Schweizer Rheinsalinen AG und die Saline de Bex SA prüfen derzeit jedoch eine Fusion. Die beiden Unternehmen haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Möglichkeiten einer «Konzentration der Kräfte» prüft. Es geht darum, dass die Schweizer Salzproduktion eigenständig bleibt.

Die Rheinsalinen beschäftigen in der Nordwestschweiz rund 150 Angestellte und produzieren jährlich 500'000 Salz für diverse Verwendungen.