Künstlerisch engagierte Jugendliche griffen in Bad Säckingen zu Pinsel und Spraydosen – und das ganz legal. Einige neue Kunstwerke ziehen sich nun entlang der Unterführung beim Scheffelgymnasium, der Unterführung der Hauensteinstrasse und im Fun-Park in Obersäckingen.

Geleitet wurde das Projekt von Jochen Schulz. Der Bad Säckinger ist selber Graffitikünstler. Die Inspiration für sein Projekt entwickelte sich während seines Auslandsaufenthalts in Melbourne, Australien. Dort gebe es jede Menge Graffiti und grosse Flächen für die bunten Kunstwerke, berichtet Schulz.

Eine Idee aus Melbourne

Da er nicht nur Hauptorganisator der Aktion, sondern auch selbst Künstler ist, war er begeistert von der freien Gestaltung der Wände in Melbourne. Zurück in Bad Säckingen fielen ihm die weiten Betonwände ins Auge. Daraufhin entstand die Kooperation mit Peter Weiss, Leiter des Bad Säckinger Baurechtsamts. Schulz und Weiss waren sich schnell einig, dass eine Zusammenarbeit durchaus effektiv wäre. Rund 30 Künstler aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und sogar Spanien nahmen an der Aktion Teil. Nach dem Einreichen einer Skizze stand einer Genehmigung nichts mehr im Wege und es ging an die Arbeit.

«Es ist eine Win-win-Situation», freut sich Weiss, der sich schnell mit der Idee von Schulz anfreundete. «Die Wände sind nicht mehr trist und kahl. Es ist eine Verschönerung der Stadt und die Künstler haben ihren Spass». Die Arbeit ist in diesem Fall ganz legal und es wird «zuverlässig und seriös» gearbeitet. Auch Schulz schwärmte: «Die Bürger können sich über schön gestaltete Wände freuen, während unsere kreativen Köpfe gleichzeitig ihr Talent und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können.» (sk)