Laufenburg

Fast wie bei Olympia: Brunnen mit dunkelgrünem und hellblauem Nass

Der Laufenbrunnen in Laufenburg/Schweiz und der Mittlere Brunnen in Laufenburg/Baden

Der Laufenbrunnen in Laufenburg/Schweiz und der Mittlere Brunnen in Laufenburg/Baden

Das Wasser auf Schweizer und deutscher Seite weist eine unterschiedliche Farbtönung auf – die Aggressivität des Algenvernichtungsmittels ist entscheidend.

Alle vier Wochen kämpfen beide Laufenburger Innenstädte gegen das Algenproblem der Brunnen. Während die Brunnen auf deutscher Seite dunkelgrün gefärbtes Wasser aufweisen, erstrahlt der Laufenbrunnen diesseits des Rheins in einem leuchtenden Hellblau. Diese optischen Unterschiede liegen jedoch nicht nur an der Brunnenhygiene, sondern an der Zusammensetzung der eingesetzten Reinigungsmittel.

Reinigung einmal im Monat

Unter dem Algenproblem leiden grundsätzlich beide Seiten Laufenburgs. Durch eine hohe Sonneneinstrahlung und entsprechende Mikronährstoffe wachsen die Algen rege in den Wasserspendern und vermehren sich in einer Zeitspanne von etwa vier Wochen. Laut Angaben von Michael Henninger, Hauptamtsleiter der Stadt Laufenburg, werden die deutschen Brunnen genau wie die Schweizer Brunnen auch aus diesem Grund einmal im Monat gereinigt. «Der Unterschied liegt vermutlich an der Aggressivität der Algenvernichtungsmittel», so Henninger.

Im schweizerischen Laufenburg wird zunächst das Wasser abgelassen und die Innenwände gesäubert. «Wir bestreichen unsere Brunnenwände mit einem Algenvernichtungsmittel und lassen die Lösung etwa sechs Stunden einwirken», berichtet Salvatore Giglio, Leiter des Bauamts. Die Lösung wird jedoch hochverdünnt aufgetragen, damit keine gesundheitsgefährdenden Nachteile entstehen. An dem Wasser kann es nach Angaben von Giglio nicht liegen, da der Laufenbrunnen mit deutschem Wasser versorgt wird. Alle anderen Brunnen erhalten Schweizer Wasser.

Wasser muss abgepumpt werden

Auch in Deutschland wird im Zuge des Säuberungsverfahrens das Wasser zunächst abgepumpt und der Brunnen manuell gesäubert. Um Algen vorzubeugen, werden in beiden Städten die Wände mit Algenvernichtungsmittel bestrichen. Dabei verwenden die deutschen Betriebe mildere Vernichtungsmittel. «Neben den Algenvernichtungsmitteln ist auch die Beschaffenheit der Brunnen entscheidend», erklärt Henninger. Die deutschen Brunnen weisen viele Zwischenräume auf, die die Algenbildung fördern. Michael Henninger beschreibt die Sonneneinstrahlung als weiteren Faktor, der das Wachstum der Algen in den Brunnen fördert. Dieser lasse sich jedoch nicht beeinflussen.

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