Läuft alles nach Plan, so wird die Stiftung Menschen mit einer Behinderung im Fricktal (MBF) an ihrem Hauptsitz in Stein bis Mitte 2017 ein neues Wohn- und Atelierhaus beziehen.

Die geplanten Kosten beziffern sich auf 11,7 Millionen Franken. Für zusätzliche 2,5 Millionen Franken soll das bestehende Wohnheim Rüchlig, ebenfalls in Stein, umgebaut und saniert werden. Die Fricktaler Gemeinden müssen sich an den Kosten nicht beteiligen.

«2014 ist ein spezielles Jahr. Die Behindertenarbeit im Fricktal wird 40 Jahre alt. Mit dem Start der des Projektes «Wohnen – Ateliers 2020» machen wir uns sozusagen ein Jubiläumsgeschenk», freute sich Stiftungsratspräsidentin Ursula Brun Klemm am Montagmorgen.

Gemeinsam mit Stiftungsratskollege Hansueli Bühler und Stiftung MBF-Geschäftsleiter Jean-Paul Schnegg stellte sie den Medien das Projekt «Wohnen – Ateliers 2020» vor.

Die Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten des Departementes Bildung, Kultur und Sport hatte das Projekt bereits am 20. Dezember 2013 gut geheissen.

Demografische Entwicklung

Die Menschen werden immer älter. Das gilt ebenfalls bei Menschen mit einer Behinderung. Nach dem Erreichen des Pensionsalters braucht es für sie mit dem nun anbrechenden dritten Lebensabschnitt Wohn- und Beschäftigungsplätze.

Insbesondere diesem Bedürfnis wollen die Verantwortlichen der Stiftung MBF mit dem nun geplanten Neubau nachkommen.

Im neuen Wohnheim, welches auf dem stiftungseigenen Bauland zwischen Werkstätte Rüchlig und Ateliergebäude am Buchenweg zu stehen kommt, werden insgesamt 38 Wohn- und 18 Ateliersplätze geschaffen.

Nach dem Umbau des Wohnheimes Rüchlig wird dieses über 18 Wohn- und 8 Atelierplätze verfügen. Gegenüber dem heutigen Stand sind dies 12 Wohnplätze weniger.

Diese Plätze sind künftig im neuen Wohnheim integriert. 6 Wohnplätze werden im Wohnheim Rüchlig für behinderte Menschen mit einer Demenzerkrankung zur Verfügung stehen.

«Anspruch auf einen Pensioniertenplatz haben nur Klienten, die bereits heute bei uns in einer Wohngruppe untergebracht sind», so die Verantwortlichen der Stiftung MBF.

In die Stiftung MBF in Stein integriert, und zwar bereits ab Mitte dieses Jahres werden auch die sechs Wohn- und Ateliersplätze der Wohngemeinschaft Regenbogen in Effingen.

Trägerschaft dieser ist zurzeit noch der Verein Pinos. Da sich der jurassische Verein aus dem Aargau zurückziehen will, hat er die Fricktaler Stiftung kontaktiert.

Die sechs Bewohnerinnen und Bewohner der Effinger Wohngemeinschaft Regenbogen werden bis spätestens Sommer 2017 in Effingen bleiben und anschliessend in Stein beheimatet sein, das Mietverhältnis für das Gebäude in Effingen wird aufgelöst.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass die öffentliche Ausschreibung für die Präqualifikation des Architekturwettbewerbes am 16. Januar erfolgt.

Die Projektausstellung findet vom 27. Juni bis 1. Juli statt. Der Baubeginn ist für Oktober 2015 vorgesehen, der Bezug im August 2017.

Im Oktober 2017 wird mit der rund halbjährigen Sanierung und dem Umbau des Wohnheims Rüchlig begonnen.