Zuzgen

Ein Gast von der Roten Liste

«Anhand der fahlen Farbe und des verletzten Flügels sieht man, dass es kein Jungtier mehr ist», sagt Franz Hottinger über den «Weissen Waldportier», den er in Zuzgen fotografiert hat.

«Anhand der fahlen Farbe und des verletzten Flügels sieht man, dass es kein Jungtier mehr ist», sagt Franz Hottinger über den «Weissen Waldportier», den er in Zuzgen fotografiert hat.

Franz Hottinger hat in Zuzgen einen «Weissen Waldportier» entdeckt. Der Schmetterling kommt im Fricktal kaum vor.

Der Zuzger Franz Hottinger interessiert sich seit Kindheitstagen für Schmetterlinge und hat jahrelang ihr Vorkommen in Zuzgen fotografisch dokumentiert. «Ohne dieses Wissen hätte ich gar nicht erkannt, dass ich eine Seltenheit vor mir habe», sagt er. Bei der Zwetschgenernte flatterte ihm nämlich ein Schmetterling auf eine Leitersprosse. «So einen habe ich noch nie gesehen», dachte Hottinger, holte sein Smartphone und fotografierte das seltene Exemplar.

Beim Bestimmen fand er heraus, dass er einen «Weissen Waldportier» abgelichtet hatte. Einen Schmetterling, der in der Schweiz als potenziell gefährdet gilt und auf der Roten Liste steht. In der Romandie sei die Art noch eher verbreitet, sagt Yves Gonseth, Direktor von Info Fauna, dem schweizerischen Zentrum für die Kartografie der Fauna. So weit östlich sei er jedoch kaum zu finden. Anscheinend habe dem «Weissen Waldportier» aber die Witterung diesen Sommer gefallen. «In der Romandie gab es viele Sichtungen», so Gonseth.

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