Frick

Ehemaliges Restaurant Platanenhof: Eternitplatten enthalten Asbest

Das ehemalige Restaurant und Hotel Platanenhof in Frick wird abgebrochen.

Das ehemalige Restaurant und Hotel Platanenhof in Frick wird abgebrochen.

Das ehemalige Restaurant und Hotel Platanenhof wird derzeit abgerissen. Da die Unterdachplatten fest gebundenen Asbest enthalten, tragen die Arbeiter Schutzkleidung. Für Mensch und Umwelt besteht keine Gefahr.

Das Restaurant Platanenhof ist seit Ende Jahr Geschichte. Wo einst getafelt und gefeiert wurde, entsteht für 5,1 Millionen Franken ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohnungen.

Derzeit laufen die Abbrucharbeiten. Das lässt viele Fricker wehmütig werden. «Oje, auch so ein trauriger Moment», heisst es in einem Facebook-Post. Erinnerungen an früher werden in den sozialen Medien geteilt, an die legendäre Vogel-Näscht-Bar etwa, an die Feuerwehrendproben oder an private Feiern. Die Abbrucharbeiten sorgen derzeit aber auch für besorgte Fragen. Denn letzte Woche sah man Arbeiter in Schutzkleidung auf der Baustelle. «Kann mir jemand erklären, warum beim Abriss Arbeiter in weissen Anzügen das Dach des Platanenhofes abtragen?», fragt ein besorgter Leser und vermutet eine Asbest- oder Feinstaub-Problematik.

Belastete Unterdachplatten

Auf Nachfrage bestätigt Gemeindeschreiber Michael Widmer den Asbest-Verdacht. «Die vor den Abbrucharbeiten durchgeführte Schadstoffuntersuchung der Bauunternehmung ergab, dass die Unterdachplatten in Eternit beim Dach des früheren Restaurants fest gebundenes Asbest enthalten», erklärt Widmer auf Nachfrage der AZ. Das Dach des ehemaligen Hotels selber sei nicht betroffen. «Bei den Abbrucharbeiten kann das Risiko nicht ganz ausgeschlossen werden, dass Platten zerbrechen und dadurch lokal sehr begrenzt Asbest austreten könnte», so der Gemeindeschreiber. Die Arbeiten werden laut Widmer durch eine dafür spezialisierte Firma ausgeführt. «Die mit den Abbrucharbeiten betrauten Handwerker tragen bei den Rückbauarbeiten des Dachs Schutzkleidung, um jedes Risiko eines Kontakts mit Asbest vermeiden zu können.» Die Rückbauarbeiten der Unterdachplatten werden laut Widmer diese Woche abgeschlossen werden.

Da das Asbest fest gebunden sei, gehe von den Platten keine Gefahr für die Umgebung aus, so Widmer. Für die Bevölkerung bestehe also keine Gefahr, weshalb auch keine Vorsichtsmassnahmen zu treffen seien. Widmer betont: «Es bestand und besteht zu keiner Zeit eine Gefahr für die Umgebung.»

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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