Frick/Laufenburg

Die Verantwortung ist zu gross: zwei von drei Ferienspässen abgesagt

In der Region Frick fällt der Ferienspass – im Bild der Besuch bei der Stützpunktfeuerwehr Frick 2019 – ins Wasser.

In der Region Frick fällt der Ferienspass – im Bild der Besuch bei der Stützpunktfeuerwehr Frick 2019 – ins Wasser.

Die Vereine aus Frick und Laufenburg können die Verantwortung nicht tragen, heisst es. Es fehle an Kapazitäten für die Erstellung und Überprüfung von Schutzkonzepten.

Comiczeichnen, Trampolinspringen oder der Besuch bei der Feuerwehr – seit Jahren stehen die Ferienspass-Programme bei den Kindern hoch im Kurs. Dementsprechend gross dürfte in diesem Jahr die Enttäuschung im oberen Fricktal ausfallen. So haben die beiden Vereine in der Region Frick und der Region Laufenburg entschieden, ihre Ferienprogramme in diesem Jahr coronabedingt nicht durchzuführen.

«Nach einer dreistündigen Diskussion im Team sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir die Verantwortung für die Durchführung nicht tragen können», sagt Angela Deiss, Präsidentin des Vereins Ferienspass Frick. Dies bedauere man für die Kinder sehr. So gab es bis vor dem Entscheid am Samstag bereits 440 Anmeldungen. Der Entscheid der Region Frick erfolgte in Absprache mit jenem der Region Laufenburg.

Konkret seien es die aktuellen Anforderungen bezüglich der Schutzkonzepte für die vielen, sehr unterschiedlichen Kurse – in der Region Frick sind es rund 100 –, welche die Organisatoren vor schier unlösbare Herausforderungen stellen. «Ein Tennisclub oder ein Turnverein haben einen Dachverband, an dessen Schutzkonzept sie sich orientieren können. Dies haben wir als Freizeitverein leider nicht», sagt Deiss. Zwar hätten einige Kursanbieter individuelle Schutzkonzepte vorgelegt, für Deiss stellt sich jedoch die Frage, wer überprüfen soll, ob diese Schutzkonzepte auch eingehalten werden. «Uns fehlen dafür im Team schlichtweg die Kapazitäten.»

Ferienspass im unteren Fricktal wird durchgeführt

Anders sieht es im unteren Fricktal aus, wo der Verein Ferienspass der Region Rheinfelden nach der Medienkonferenz des Bundesrates von letzten Mittwoch entschieden hat, sein Programm durchzuführen. «Vor allem wegen der Fünf-Personen-­Grenze wäre eine Durchführung vieler Kurse schwierig bis unmöglich geworden. Dank der Lockerungen können wir aber nun viele Kurse anbieten», sagt Präsidentin Karin Mahrer.

Derzeit gibt es 500 Anmeldungen für die Kurse. 2019 waren es über 800. «Das ist wohl der Unsicherheit der vergangenen Wochen geschuldet, als noch unklar war, ob der Ferienspass überhaupt stattfinden kann», sagt Mahrer, die sich angesichts der Umstände mit den Anmeldungen zufrieden zeigt.

Momentan stehe man mit den Kursleitern in Kontakt und erarbeite und prüfe Schutzkonzepte, um die Vorgaben wegen Corona einzuhalten, so Mahrer. «Es wird eine Herausforderung sein, aber es ist sicher machbar.»

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