Vielfältig und unterhaltsam präsentierte sich die 12. Laufenburger Kulturnacht am Samstag. An 26 Stationen auf beiden Seiten des Rheins gab es viel zu sehen und hören. Musik, Tanz, Gesang, Lesungen, Theater, Skulpturen und Malerei ergaben zusammen einen bunten Strauss. Das Wetter spielte auch mit, weshalb in den Gassen der Altstädte bis Mitternacht Betrieb war.

Den Auftakt machte die offizielle Eröffnung auf der Laufenbrücke. Roland Kaufmann, Mitglied des Organisationskomitees, sagte: «Die Kulturnacht verbindet nicht nur zwei Länder, sondern öffnet auch die Grenzen für andere Kulturen.» Der Anlass halte ein «Feuerwerk an Kunst und Kultur bereit», fand Kaufmann, «die Kulturnacht ist eine Verführung von unseren fünf Sinnen».

Gut gelaunt: Die Macher der diesjährigen Kulturnacht Laufenburg präsentierenein vielfältiges Programm für den 10. September. Peter Schütz

Gut gelaunt: Die Macher der diesjährigen Kulturnacht Laufenburg präsentierenein vielfältiges Programm für den 10. September. Peter Schütz

Brücken bauen

Auch Herbert Weiss, Stadtammann der Gemeinde Laufenburg, freute sich: «Laufenburg lebt, Laufenburg bietet etwas.» Und: «Die Kulturnacht gibt eine Ausstrahlung nach aussen», so Weiss. Dass der Anlass bereits zum zwölften Mal durchgeführt wurde, zeuge von «viel Freude und Durchhaltevermögen», fand er.

Schliesslich sagte sein ein Amtskollege Ulrich Krieger, Bürgermeister von Laufenburg-Baden: «Die Kulturnacht baut Brücken zwischen den Teilnehmern und der Bevölkerung.» Er sprach von einem «wunderbaren Angebot» und hielt fest, dass die Veranstaltung sich im Konzept weiterentwickelt hat. Trommelwirbeln der Tambouren und Tänze der Ballettschule Krey begleiteten die Eröffnung.

Eine römische Abordnung stand auch bereit, in voller Montur. «Wir sind zwar nur ein kleines Kontingent», sagte ein römischer Offizier, «die restlichen 4999 fehlen heute». Trotzdem machten die gerüsteten Herren und die Dame eine gute Figur, liessen sich die Hitze nicht anmerken. Römer halt.

Immenses Angebot

Langsam kam die Kulturnacht – obwohl es hell war – ins Rollen, schlenderten die ersten Besucher durch die Altstädte. Um ein immenses Angebot vorzufinden: Sechs Künstler aus Deutschland und der Schweiz bildeten als «Kunstgalerie» quasi die Verbindung beider Städte.

Dora Freiermuth und Edita Soldati liessen in ihre Galerien blicken, im Rehmann-Museum trat der Chor Vox Nova aus Frick mehrmals auf, in der Unteren Wasengasse lud der Verein «Sprachpanorama» zu einer Ausstellung über das Lesen ein.

Im alten Zeughaus gab es Demonstrationen römischer Kampfformationen und Taktik, im Druidenhaus keltisches Bier und keltische Musik, nebenan spielte Thomas Sailer auf der Laute im Hauseingang. Das Theater WIWA führte Kurzszenen auf, während Afri-Culture in der Marktgasse Präsenz zeigte. Und über dem Laufenbrunnen thronten die bunten Fische von Marlen Miggler – nur einer von vielen Blickfängen.