Den ganzen Sommer über war die römisch-katholische Kirche eingerüstet und hinter einer gelben Gerüstverkleidung versteckt. Nachdem die Kirche vor drei Jahren innen umfangreich saniert worden war, stand nun die Aussensanierung auf dem Programm. Der entsprechende Kredit von rund einer Million Franken wurde an der Kirchgemeindeversammlung im März bewilligt.

Diese Woche nun wurde der gelbe Schleier, der die Kirche seit dem Frühling umgab, gelüftet. Auch ein Teil des Gerüsts ist bereits demontiert. Nur der Turm ist noch eingerüstet. «Derzeit sind noch Abschlussarbeiten im Gang», sagt die Präsidentin der Kirchenpflege, Iris Rehmann. «Unser Ziel war es, mit der Sanierung fertig zu werden, bevor es kalt wird und gewisse Malerarbeiten nicht mehr möglich sind», so Rehmann. Dies ist den Verantwortlichen geglückt.

Empfehlung der Denkmalpflege

In der kommenden Woche sollen nun noch die Zeiger der Kirchenuhr montiert werden. Und zwar auf ein blaues Zifferblatt. Ein ungewohnter Anblick für die Kaisterinnen und Kaister. Vor der Sanierung war das Zifferblatt nämlich noch rot gewesen. «Blau ist die ursprüngliche Farbe des Zifferblatts», erklärt Iris Rehmann den Farbwechsel. Bei einer Renovation vor rund 40 Jahren sei jedoch entschieden worden, das Zifferblatt nun in roter Farbe zu malen. «Die Denkmalpflege hat uns jetzt empfohlen, wieder zu der ursprünglichen Farbe zurückzukehren», so Rehmann.

Dieser Empfehlung sind die Verantwortlichen gefolgt. «Das Zifferblatt bleibt jetzt blau», so die Kirchenpflegepräsidentin. Allenfalls werde der Blauton in den nächsten Tagen aber noch leicht angepasst. In Kaisten habe dies seit der «Enthüllung» der Kirche schon für Reaktionen gesorgt, so Rehmann. «Das Blau fällt auf, die Leute hatten sich an die rote Farbe gewöhnt.» Ende Monat sollen dann das Gerüst komplett abgebaut und die Sanierung abgeschlossen sein. Stand jetzt könne der Kreditrahmen eingehalten werden, so Rehmann weiter.

Nach Abschluss der Innensanierung vor drei Jahren fand eine Einsegnungsfeier mit Weihbischof Martin Gächter statt. Nun ist nichts Spezielles geplant. Die Innensanierung sei die grössere – und mit gut drei Millionen Franken auch teurere – Renovation gewesen, so Rehmann. Verglichen damit, sei die jetzige Aussenrenovation «eher nebenher» gelaufen.