Seit 2012 ist der Jurapark Aargau ein «Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung». Das Parkgebiet umfasst 27 Aargauer und eine Solothurner Gemeinde. Ab 2022 können zwei weitere Gemeinden dazukommen: An der Vereinsversammlung vom Trägerverein Jurapark Aargau am Dienstagabend in Gansingen stellten sich die Gemeinden Bözberg und Mandach den Mitgliedern als mögliche Parkkandidaten vor.

Einstimmig nahm die Versammlung die Kandidatur der beiden Gemeinden ab dem 1. Januar 2020 an. Vollwertige Parkgemeinden für die nächste Betriebsphase von zehn Jahren können sie allerdings erst ab Jahresbeginn 2022 werden.

Steigende Teilnehmerzahl

Therese Brändli, Ammann der zusammengeschlossenen Bözberggemeinden Gallenkirch, Linn, Ober- und Unterbözberg, gab als einen Grund für die angestrebte Aufnahme an, dass der Ortsteil Linn, bereits Mitglied im Jurapark ist. Lukas Erne, Gemeindeammann von Mandach, gab an, dass Mandach eigentlich schon zum Start des Juraparks Überlegungen angestellt habe, Mitglied zu werden. Damals seien jedoch die Bedenken zu gross gewesen. Jetzt allerdings habe die Gemeinde zum Park eine positive Einstellung.

Ein Trend nach oben sei laut der Geschäftsstellenleiterin Christine Neff deutlich sichtbar. Die Teilnehmerstatistik an Angeboten des Juraparks zeigt seit Jahren eine kontinuierlich ansteigende Tendenz. 2018 konnten über 4000 Teilnehmer gezählt werden. Neff lobte alle am Park Beteiligten für ihr lokales Engagement.

Fokus auf der Vermarktung

Aufwärts geht es auch mit den Finanzen. Markus Schmid, Stellvertretender Geschäftsleiter, berichtete, dass das Gesamtbudget 2018 gut eingehalten werden konnte und die Rechnung mit einem Plus von 18 878 Franken abschliesse. Ein höherer Aufwand wurde im Bereich Parkmanagement angegeben. Zugenommen haben auch die Personal- und Verwaltungskosten. «Wir streben ein konstant leichtes Wachstum an», betonte Schmid.

Roland Honegger vom Finanzausschuss des Trägervereins freute sich darüber, dass die Aktivitäten extrem zugenommen hätten. Auf zwölf Projektfeldern ist der Jurapark aktiv. Honegger betonte unter anderem aber auch, dass zukünftig eine Fokussierung auf die Vermarktung der regionalen Produkte erfolgen müsse. Einer Zertifizierung ihrer Produkte strebten 2018 mehrere Partnerbetriebe an.

Charta wird erneuert

Derzeit befindet sich der Verein in der Vorbereitung zur Erneuerung seiner Charta. Dazu erfolgt die Evaluation der Betriebsjahre 2012 bis 2018 als Basis für eine neue Charta. 2022 startet die zweite zehnjährige Betriebsphase, erläuterte Thomas Vetter, Präsident des Trägervereins Jurapark Aargau. Ein Antrag vom Mitglied Heinz Oftinger, Bözen, auf «Durchführung einer gesamtheitlichen Unternehmensoptimierung» wurde mit grosser Mehrheit von der Versammlung, wie vom Vorstand empfohlen, abgelehnt. Der Antrag bedeute zusätzlichen Aufwand, da dies derzeit sowieso, nur intensiver, gemacht werde, erklärte Vetter.