Frick/Ueken

Der Jurapark Aargau wächst um zwei Gemeinden

Der Jurapark-Vereinsvorstand und die Gemeindevertreter von Frick und Ueken freuen sich über den Entscheid.

Der Jurapark-Vereinsvorstand und die Gemeindevertreter von Frick und Ueken freuen sich über den Entscheid.

Frick und Ueken werden Teil des Naturparks. Die Aufnahme von Frick sorgte für Diskussionen.

Frick und Ueken werden wohl schon bald Teil des Juraparks Aargau. Das wurde am Mittwochabend an der 29. Vereinsversammlung des Trägervereins in Schupfart beschlossen. Beide Gemeinden hatten sich als Parkkandidaten beworben (die AZ berichtete).

Der Ueker Gemeindeammann Robert Schmid vertrat seine 900-Einwohner-Gemeinde. Aus Frick waren Gemeindeammann Daniel Suter und Gemeinderat Gunthard Niederbäumer gekommen. Niederbäumer stellte die 5600 Einwohner starke Gemeinde vor.

Die Aufnahme von Frick sorgte daraufhin für eine Diskussion unter den rund 90 Anwesenden. Es wurde kritisiert, dass Frick als Zentrum keinen Bezug zum Naturpark hätte. Vereinspräsident Thomas Vetter erklärte, dass diese Frage auch mit Vertretern des Kantons diskutiert worden sei – die Aufnahme aber für verträglich befunden worden sei. Vorteil sei die Bahnanbindung. Ueken wurde einstimmig aufgenommen, Frick bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

Im Juni nächsten Jahres stehen die Gemeindeversammlungen an, an denen über die Erneuerung der Pachtverträge der bestehenden Gemeinden für elf Jahre von 2021 bis 2031 abgestimmt wird. Auch die neuen Parkgemeinden entscheiden dann über den Beitritt.

Bei der Fünfjahresplanung 2020 bis 2024 konzentriere man sich die Arbeit auf die Handlungsfelder Parkmanagement und Forschung, Natur und Landschaft, nachhaltige Regionalwirtschaft sowie Gesellschaft und Kommunikation, sagte Geschäftsleiterin Christine Neff.

Der Jurapark sei repräsentativ für trockene Lebensräume, daher wolle der Verein zum Schutz und Erhalt der Quell-Lebensräume beitragen. Neu gestartet ist auch das Projekt Baumglück, wo in Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung Obst von nicht mehr bewirtschafteten Hochstammbäumen geerntet und zu Most weiterverarbeitet wird.

Angedacht ist ein Foodtrail ab Frick

Die Erholungsplanung soll verstärkt angegangen werden, da mit einem Bevölkerungszuwachs zu rechnen sei. Neff führte aus, dass erhoben werden soll, in welchen Gebieten bestimmte Erholungsarten bevorzugt oder ausgeschlossen werden sollten.

Die Vermarktung regionaler Produkte und Genuss-Events laufe gut. Bei den erstmals angebotenen Bierwanderungen nahmen insgesamt 306 Personen teil. Die Weinwanderungen zählten insgesamt 340 Teilnehmer. Der Bereich solle noch weiter ausgebaut werden, etwa mit einem Foodtrail ab Frick.

Für Schulen sind kostenlose Jurapark-Schulmodule zum Leben im Dorf vor 100 Jahren geplant. Zur Angebotsentwicklung lokaler Produkte und Stärkung des Labels Jurapark soll ein Partnerschaftskonzept entwickelt werden.

Der stellvertretende Geschäftsleiter Markus Schmid stellte das Budget 2020 und die Finanzplanung 2020 bis 2024 vor. Der Projektaufwand für 2020 beträgt demnach 1,76 Millionen Franken und für die fünf Jahre gesamthaft 8,61 Millionen Franken.

Die Gemeinden tragen jährlich 204000 Franken zum Budget bei, der Kanton Aargau zahlt 310000 Franken und der Bund 860000 Franken. Der Rest wird über Erträge aus dem laufenden Betrieb sowie Mitglieder oder Gönner gedeckt.

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